Auf einem bestimmten Hof im Südburgenland finden Handwerk, Nachhaltigkeit und Herz zusammen – Umweltredakteur Mark Perry machte sich auf Expeditionsreise...
Es ist früher Morgen in Bad Tatzmannsdorf. Nebelschwaden hängen noch zwischen den Hügeln, die Sonne wirft lange Schatten über die alten Baumreihen. Ich atme tief ein und rieche den Duft von frischem Brot, Bergkräutern und feuchter Erde. Hier beginnt die Genusswelt von Reiters – ein Ort, an dem man sofort spürt, dass Genuss mehr ist als Essen. „Wir wollten schon immer, dass unsere Gäste Lebensmittel nicht nur essen, sondern verstehen“, sagt Nikola Reiter und lächelt, während sie mich durch die Winzergasse führt.
Die Genusswerkstatt – Herzstück der Genusswelt
Die Genusswerkstatt liegt zentral und charmant in der Winzergasse, umgeben von kleinen Gassen und alten Häusern. Hier wird Brot noch traditionell gebacken: Sauerteig wird liebevoll gepflegt, bestes Getreide veredelt und lange Ruhezeiten eingehalten. In den Regalen liegen frisch gebackene Laibe, daneben stapeln sich Torten, Pralinen und Petit Fours von Lisi Schützenhöfer. Die Patisserie duftet nach Vanille, Butter und Schokolade. Karl Reiter tritt hinzu: „Man schmeckt, ob etwas mit Liebe und Haltung gemacht wurde.“ Ich greife ein Stück Brot, zerbreche es zwischen den Fingern und spüre sofort, wie dicht, aromatisch und lebendig es ist – ein Geschmack, der Geschichten erzählt.
Tierwohl, das man schmeckt
Die Genusswelt umfasst mehr als Backwaren und Süßes. Hinter dem Haus weiden Angus-Rinder und seltene Rassen wie Tux-Zillertaler oder Pinzgauer. Kälber bleiben acht Monate bei ihren Müttern, im Sommer ziehen sie gemeinsam auf die Alm. Hühner laufen frei, wechseln regelmäßig auf frisches Gras, picken, scharren, gackern. Nikola Reiter zeigt auf die Tiere: „Unsere Gäste sollen ihr Frühstücksei jeden Morgen mit einem guten Gefühl genießen.“ Ich sehe die Tiere, wie sie gemächlich durch das Gras streifen – und kann fast schmecken, wie diese Haltung sich auf jedes Produkt überträgt.
Almwiesen, Milch und Käse
Die Milchkühe grasen auf den saftigen Wiesen des Ahornbodens, umgeben von Bergkräutern und frischer Luft. Aus dieser Milch entsteht der Enger Almberg Käse, zwölf Monate gereift und ausgezeichnet mit der Goldenen Käseharfe. Ich nehme ein Stück, rieche das Aroma von Bergkräutern, spüre die feste, cremige Textur und schmecke die Landschaft des Burgenlands direkt auf der Zunge. Tradition, Natur und österreichische Qualität – alles auf einem Bissen.
Küche mit Herz und Handwerk
In der Küche arbeitet Patrick Moser mit seinem Team. Alles wird frisch zubereitet, regional und saisonal, wo möglich biologisch. Fleischspezialitäten aus eigener Aufzucht, pflanzliche Gerichte auf höchstem Niveau, und zwischendrin die Patisserie: Torten, Pralinen, Petit Fours – alles handwerklich, ohne Schnickschnack, mit Seele. Ich beobachte die Köche beim Arbeiten, das Rühren, Schneiden, Formen, und spüre, dass jeder Handgriff mit Respekt und Liebe verbunden ist.
Ein Ort, der begeistert
Ich setze mich auf eine Bank im Garten, die Sonne wärmt mein Gesicht, und schaue den Gästen beim Schlendern durch die Genusswelt zu. Sie probieren Käse, riechen den Hirschbirnen-Saft, lachen beim Brechen eines frischen Brotes. Karl Reiter kommt vorbei: „Genuss beginnt dort, wo man Verantwortung übernimmt.“ Und tatsächlich – man schmeckt nicht nur die Produkte, man schmeckt die Haltung dahinter.
Die Genusswelt von Reiters ist kein Trend, kein Werbegag. Sie ist ein Leuchtturmprojekt in Österreich, ein Ort, an dem Handwerk, Nachhaltigkeit und kulinarische Spitzenleistung verschmelzen. Vom Frühstücksei über Almkäse und Hirschbirnen-Saft bis zur Patisserie und zum Wein – hier stimmt alles, und man verlässt den Ort mit einem Gefühl von Wärme, Genuss und Zufriedenheit.
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