Cornelia Hütter verabschiedet sich mit einer Medaille von ihren letzten Olympischen Spielen! Die Steirerin raste im Super-G in Cortina zu Bronze. Ein Gold-Märchen schrieb die Italienerin Federica Brignone, die erst vor wenigen Wochen ihr Comeback gefeiert hatte und sich am Donnerstag erstmals zur Olympiasiegerin krönte.
Silber ging an die Französin Romane Miradoli. Ariane Rädler trennte indes gerade einmal eine Hundertstelsekunde von ihrer zweiten Medaille bei diesen Spielen. Ohne Zielankunft blieben die beiden weiteren ÖSV-Läuferinnen Mirjam Puchner und Nina Ortlieb.
Das Ergebnis:
„Anscheinend brauche ich ein bisschen Druck im Leben. Bei meinen letzten Olympischen Spielen wusste ich, dass ich, wenn ich heute nicht alles gebe, verloren habe. Ich habe gekämpft, habe ein paar Fehler eingebaut und bin sicher nicht überall sauber gefahren, aber egal“, strahlte Hütter im Ziel. „Es war schon sehr turbulent, in der Abfahrt Vierte zu werden. Ich habe gewusst, heute liegt es nur an mir. Als ich am Start stand, wusste ich, dass ich zum letzten Mal die Ringe im Starthaus sehe.“ Als Andenken darf die 33-Jährige nun ihre erste Olympia-Medaille mit nach Hause nehmen.
„Letztendlich ist das scheißegal“
„Das ist schon schön, weil sie dieser Olympia-Medaille schon lange nachgelaufen ist“, freute sich Damen-Cheftrainer Roland Assinger mit seinem Schützling – zumal Hütter in den vergangenen Wochen und Monaten einige Rückschläge sowie einen vierten Platz in der Abfahrt zu verkraften hatte. „Man hat gesehen, es ist nicht das freie Skifahren, was sie schon gezeigt hat. Da war ein bisschen Verkrampftheit dabei, auch heute. Aber letztendlich ist das scheißegal – Bronze ist Bronze“, so Assinger.
Frust bei Rädler
Bei Rädler überwog im ORF-Interview die Enttäuschung. „Es tut echt ein bisschen weh, aber die Goldene macht es definitiv leichter. Ich gönne es der Conny so sehr. Ich weiß gar nicht, wohin mit den Gefühlen. Einerseits habe ich die Goldene, andererseits habe ich eine weitere Medaille verpasst“, resümierte Rädler in Anbetracht ihres Triumphs in der Teamkombi mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
„Einfach verrückt“
Ein Comeback für die Geschichtsbücher feierte Brignone. „Es ist unglaublich! Ich hätte mir nie gedacht, heute zu gewinnen. Heute ging es nicht darum, perfekt zu sein, sondern immer einen Schritt voraus zu sein. Ich habe einfach versucht, mein Bestes zu geben und hatte keine Angst, Fehler zu machen. Ich habe in den wenigen Läufen seit meinem Comeback getan, was ich konnte. Dass es aufgegangen ist, ist einfach verrückt“, so die Italienerin.
Anfang April hatte sich Brignone bei den italienischen Meisterschaften schwer verletzt und kehrte erst im Jänner in den Weltcup zurück. Nach ihrer Gold-Fahrt bei der Ski-WM in Saalbach darf die 35-Jährige nun als älteste Olympiasiegerin der Alpin-Geschichte den nächsten Meilenstein feiern.
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