Langlauf-Topstar Johannes Hösflot Kläbo hat erwartungsgemäß auch den zweiten Olympia-Bewerb in Tesero gewonnen! Der Norweger triumphierte am Dienstag im Klassik-Sprint und holte seine insgesamt bereits siebente Goldene bei Winterspielen. Der mit großen Ambitionen gestartete Tiroler Benjamin Moser scheiterte als 33. bereits in der Qualifikation. Eine Talentprobe lieferte hingegen seine erst 19-jährige Landsfrau Heidi Bucher ab, die ins Viertelfinale kam und 29. wurde.
Bucher qualifizierte sich bei ihrem Olympia-Debüt als 27. für die Finalläufe der besten 30. In der ersten K.-o.-Runde war sie als Sechste und Letzte ihres Viertelfinales aber chancenlos. Dennoch überwogen die positiven Aspekte. „Es war richtig cool, dass ich ein zweites Mal laufen durfte, das bedeutet mir richtig viel. Ich habe probiert, so lange wie möglich dranzubleiben, bin aber auf der Kuppe leider abgerissen. Aber ich kann mitnehmen, dass ich es drauf habe, in die Top-30 zu laufen. Ich habe viel Erfahrung gesammelt und gehe voll positiv aus dem Tag raus“, sagte Bucher, die kommende Woche auch den Teamsprint bestreiten wird.
Die Burgenländerin Magdalena Scherz schied in der Qualifikation als 35. aus. Die Schwedinnen feierten nach dem Doppelerfolg im Skiathlon sogar einen Dreifachsieg. Linn Svahn gewann vor Titelverteidigerin Jonna Sundling und Maja Dahlqvist.
Moser tief enttäuscht
Moser erlebte eine große Enttäuschung. Sein Traum von einem Spitzenplatz endete bereits in der Qualifikation, als 33. verpasste er das Weiterkommen gerade einmal um 31 Hundertstelsekunden. Der 28-Jährige war nach seinem ersten Olympia-Einsatz im Fleimstal niedergeschlagen und ärgerte sich über seinen Rückstand von 11,67 Sek. auf Quali-Sieger Kläbo. „Für mich war es keine Hundertstel-Entscheidung. Weil elf Sekunden sind eine Welt. Ich bin mehr als enttäuscht, im Prinzip ist es die schlechteste Performance der Saison“, sagte Moser. Es sei ein „Scheiß“, weil „so viele Leute da sind und ich so herummurkse“.
Im Vorfeld hatte sich der Gesamt-Zehnte der Tour de Ski das Finale der Top-6 als Ziel gesetzt, beim Sprint-Weltcup in Toblach Ende Dezember belegte er noch den achten Platz. „Es ist ein harter Dämpfer für das Selbstvertrauen. Ich glaube, dass die Form passt, aber heute habe ich sie gar nicht gezeigt.“ Wie bei seinem Teamkollegen Michael Föttinger (46.) war das Steigwachs auf den Skiern nicht optimal, es sei auf der „glatten Seite“ gewesen, betonte Moser. Beim Skating-Einzel am Freitag über 10 km nimmt er sich eine Top-15-Platzierung vor. „Ich muss schauen, dass ich positiv bleibe.“
Kläbo sicherte sich siebentes Gold
Rekordweltmeister Kläbo stürmte in seiner Paradedisziplin überlegen vor dem US-Amerikaner Ben Ogden und seinem Landsmann Oskar Opstad Vike zum zweiten Gold in Italien nach seinem Auftaktsieg im Skiathlon. „Wir wissen, dass im Sprint in den letzten Jahren nur eines zählt: ganz oben zu stehen. Und umso schöner ist es, wenn man dann tatsächlich Gold holt. Das ist fantastisch“, sagte Kläbo.
Im Sprint ist es sein dritter Olympiasieg in Serie. Mit nunmehr sieben Goldenen fehlt dem 29-Jährigen nur noch eines auf seine Landsleute und Winter-Olympia-Rekordhalter Marit Björgen, Ole Einar Björndalen und Björn Dählie. Bis zum Ende der Spiele hat Kläbo noch vier weitere Chancen, bei der WM im Vorjahr holte er bei sechs Starts sechs Titel.
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