Der Tracker weiß ganz genau, wo du bist! Bestseller-Autorin Ursula Poznanski sorgt mit ihrem neuen Roman „Das Signal“ für atemlose Thriller-Spannung.
„Manchmal springt bei alltäglichen Dingen plötzlich ein Funke über – und ich denke mir: Welche Geschichte könnte da drinstecken“, erzählt Ursula Poznanski im „Krone“-Interview. Diesmal fand sie Inspiration in ihrem Auto mit GPS-Ortung und in den Bluetooth-Trackern, die sie bei ihren vielen Lesereisen in den Koffer gibt, falls der mal verloren gehen sollte. „Bei beiden kann man so immer nachvollziehen, wo sie sich gerade befinden.“
Als sie dann auch noch von einem Ehepaar hörte, das gegenseitig den Standort teilt, brannte die Geschichte bereits unter ihren Fingern. „Ich finde es eigentlich bedrückend, wenn jemand immer weiß, wo ich gerade bin“, gesteht Österreichs wohl erfolgreichste Thriller-Autorin.
Ein wenig wie Hitchcocks „Fenster zum Hof“ unserer Tech-Zeit
In „Das Signal“ weiß auch Viola schnell, wo sich ihr Mann Adam rund um die Uhr befindet. Bei einem Unfall hat sie ihr Bein verloren – und ist in den ersten Wochen der Genesung an ihr Haus gefesselt, umsorgt von ihrem Gatten und einer strengen Pflegerin. Mit Mini-Trackern sucht sie erst Gegenstände, die immer wieder verschwinden. Um einen „Blick“ in die Außenwelt zu werfen, beginnt sie auch Adam zu tracken – und stößt so auf manche Ungereimtheit. Ein wenig wie Hitchcocks „Fenster zum Hof“ unserer Tech-Zeit. „Ich wollte nicht über den klassischen Typ Stalker schreiben, sondern über jemanden, der erst durch die Einschränkung seiner Mobilität dazu wird“, verrät Poznanski. „Dabei ist Viola selbst kein reines Unschuldslämmchen, wie es anfangs scheinen mag.“
Wie so oft hat sie sich also auch in diesem Thriller mit neuen Technologien beschäftigt. „Ich bin nicht sonderlich technisch begabt und durchschaue auch nicht, wie das alles funktioniert. Bis heute verstehe ich nicht, wie es möglich ist, sich übers Handy zu unterhalten“, lacht sie. „Aber wenn etwas Neues auftaucht, dann hat das für mich fast etwas Magisches. Dann passiert es oft recht schnell, dass mir eine neue Geschichte einfällt, die es vorher nicht hätte geben können, weil es dieses Ding nicht gegeben hat.“
Die Mini-Tracker ohne Zeitverzögerung, die das Ganze erst ins Rollen bringen, sind allerdings eine „Erfindung“ von ihr. „Aber ich bin ziemlich sicher, dass es die in ein, zwei Jahren auch geben wird.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.