„Der Arsch ist mir am Start ordentlich auf Grundeis gegangen, weil ich nicht wusste, ob mein Fuß der Belastung standhält“, erklärt Daniel Hemetsberger nach dem finalen Training für die Olympia-Abfahrt am Samstag (ab 11.30 im Sportkrone.at-Liveticker). Die Trainingsfahrt war für den ÖSV-Athleten dabei essenziell, wie er betont. Denn noch am Donnerstag hatte er zwischenzeitlich mit der Olympia-Abfahrt schon abgeschlossen.
Mit klaren Handicaps markierte Hemetsberger am Freitag aber sogar die zweitschnellste Zeit (+1,68 Sek.) bei der – bedeutungslosen – Bestzeit des Kanadiers James „Jack“ Crawford. „Die Zeit war heute aber völlig unerheblich. Es war weder vom Kopf noch körperlich leicht, heute die Strecke zu meistern“, erklärte er gegenüber der „Krone“.
„Ich habe mit meinem linken Auge nicht unbedingt viel gesehen und ich habe nicht gewusst, ob mein rechter Haxn hält. Er tut weh, das Sprunggelenk tut weh, das Knie tut auch ein bisserl weh“, schilderte Hemetsberger.
Deshalb hatte der Routinier am Donnerstag zwischenzeitlich schon mit einem Start am Samstag abgeschlossen. „Mir haben aber alle gut zugeredet und ich ging zur Physio, dann hat sich der Arzt meinen Fuß noch einmal angeschaut“, so Hemetberger. Der Arzt habe ihm versichert, dass strukturell alles heil ist. „Sonst hätte ich es nicht gemacht“, stellt der ÖSV-Athlet klar.
„Habe mir keine Schmerztabletten reingehauen“
Das dritte Training zu absolvieren, war für ihn aber dann wichtig. „Denn mit dem Gefühl, das ich heute am Start hatte, hätte ein Start am Samstag keinen Sinn gemacht. Dann hätte ich zum Lukas Feurstein gesagt, dass er fahren soll“, zeigt sich der 34-Jährige ehrlich.
Hemetsberger, der am Donnerstag bei hohem Tempo gestürzt und ohne Helm in die Fangnetze gekracht war, berichtete trotz seiner Blessuren von einem überraschend guten Gefühl nach dem Einfahren. „Ich habe mir keine Schmerztabletten reingehauen, damit ich einmal alles spüre“, sagte Hemetsberger – laut seines Teamkollegen Vincent Kriechmayr „ein Stier. Jeder weiß, dass der gut beieinander ist“.
So wird er auch das Rennen am Samstag in Angriff nehmen. „Nun gehe ich wieder mit mehr Selbstvertrauen an den Start“, freut sich der Routinier. Die Piste habe sich in einem guten Zustand präsentiert, deshalb betont Hemetsberger: „Es wird morgen sicher einen würdigen Olympiasieger geben!“
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