Das erste Lehrbuch für Dialekt trägt den Titel „Wos host g’sogt?“. Die „Krone“ blättert es auf: Dialekt wird wie eine eigene Sprache mit Grammatik und Dialogübungen vermittelt – alles ist alltagsnah und sehr aus dem Leben gegriffen! Ein toller Einstieg ins „Oberösterreichische“.
„Ich bin Deutschtrainer für Erwachsene und höre immer wieder: Können wir nicht etwas im Dialekt machen?“, erzählt Dominik Klinger.
Das gab ihm den Anstoß, gemeinsam mit Grafiker Mataj Rajtár das erste Lehrbuch für oberösterreichischen Dialekt zu verfassen. Aufgebaut aus Alltagsthemen, mit Grammatik- und spielerischen Dialogübungen, umrahmt von Austropop-Songs und Landeskunde, taucht man in die Schönheiten und Eigenwilligkeiten des heimischen Dialekts ein.
Alltagsgespräche, die man brauchen kann
So trägt etwa Kapitel 6 die Überschrift „A Fetz’n is kaa Wöötuntergong“, was unmittelbar mit „Eine schlechte Note ist kein Weltuntergang“ übersetzt wird. Weiter geht es mit Small Talk, Wetterkunde, Zahlentabelle, Dialektquiz oder einer Übersetzungsübung eines Songs der Poxrucker Sisters.
I wü dei Herz laut klopf‘n hear‘n
„Song „Herzklopf‘n“, Poxrucker Sisters
Es entstehen leichter Freundschaften
„Man versteht rasch die Alltagsgespräche“, sagt Rajtár, der das Buch mitentwickelt und gleich selbst getestet hat: „Und ist dadurch gleich besser integriert.“ Aber nicht nur jene, die Deutsch lernen, sondern auch Österreicher anderer Bundesländer können hier ins „Oberösterreichische“ gut einsteigen.
Und Klinger ergänzt: „Dialekt ist eine Hürde für alle, die neu in Oberösterreich sind. Man will hier ja nicht nur arbeiten, sondern auch Freundschaften mit Einheimischen schließen. Viele Menschen wollen daher auch unseren Dialekt verstehen und anwenden können.“
Das Lehrbuch „Wos host g’sogt?“ (24,90 €) erschien im Klinger Verlag, der sich neu gegründet hat. Weil es stark nachgefragt wird, „wollen wir uns bald auch andere Dialektregionen vornehmen“, so Klinger.