Die Pinguine an der Küste Südafrikas ziehen jedes Jahr Tausende Touristen an, doch die Tiere kämpfen ums nackte Überleben. Es gibt einfach nicht mehr genug Nahrung für die afrikanischen Pinguine. Das treibt die Tiere zu verzweifelten Taten.
Seit 2024 gelten die afrikanischen Pinguine als vom Aussterben bedroht. Und die wenigen Pinguine, die es noch gibt, kämpfen ums Überleben. „In freier Wildbahn findet man keine Pinguine mehr, die das ideale Körpergewicht haben“, verdeutlicht Robyn Fraser-Knowles von der Südafrikanischen Stiftung für den Schutz von Küstensvögeln (SANCCOB) gegenüber dem US-Sender CNN.
Zu wenig Fische
Normalerweise ernähren sich die Pinguine hauptsächlich von kleinen Fischen wie Sardinen oder Sardellen. Doch wegen des Klimawandels und der intensiven Fischerei ist der Fischbestand deutlich geschrumpft. Die verbliebenen Fische reichen nicht aus, um die Pinguine zu ernähren.
In ihrer Notlage greifen Pinguin-Eltern zu drastischen Mitteln. „Die Eltern waren so verzweifelt, ihre Babys zu füttern, dass sie ihnen Steine gaben“, berichtet Fraser-Knowles. Auch Küken, deren Eltern nicht mehr da sind, fressen oft Steine und Sand.
Dramatische Auswirkungen
Die Unterernährung hat für die Pinguine gravierende Folgen. Sie sind zum Beispiel leichtere Beute für Raubtiere und haben Probleme bei der Mauser, erklärt David Roberts, Tierarzt bei SANCCOB. Die afrikanischen Pinguine erneuern einmal im Jahr ihr Federkleid. Die neuen Federn brauchen die Tiere, um sich warmzuhalten und zu schwimmen. Während des Federwechsels bleiben die Pinguine bis zu drei Wochen an Land und fasten. Doch oft schaffen es die Tiere nicht mehr, so lange nichts zu fressen.
Schutzzonen sollen helfen
Trotz der dramatischen Lage gibt es gute Nachrichten: Seit 2021 lebt eine geschützte Pinguin-Kolonie in einem südafrikanischen Reservat. Die Pinguine dort haben schon mit der Fortpflanzung begonnen. Vergangenes Jahr wurden dann noch Schutzzonen eingerichtet, in denen für zehn Jahre Fischfang und alle anderen gewinnbringenden Tätigkeiten verboten sind.
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