Beben in Bischofshofen

Fußball-Revolution! Jetzt sprechen die Bosse

Beendet ausgerechnet der Skiclub das schier endlose Fußballchaos in Bischofshofen? Ein aufsehenerregender Vorstoß deutet darauf hin und bringt einen riesigen Stein ins Rollen. Die „Krone“ hat mit den beiden starken Männern hinter der Idee gesprochen. 

Zieht am Sportplatz Bischofshofen bald ein neuer Verein ein? Diese Frage könnte schon in geraumer Zeit mit „Ja“ beantwortet werden. Wie am Freitagnachmittag bekannt wurde, bewirbt sich nämlich der Skiclub Bischofshofen um die Infrastruktur. Die „Krone“ berichtete. Ausgerechnet der Skiclub könnte das langjährige Fußball-Chaos beenden.

„Die Motivation ist, den Nachwuchs wieder richtig aufzubauen“, erklärt Raimund Unger im „Krone“-Gespräch. Er ist Vizepräsident im Skiclub Bischofshofen und einer der starken Männer hinter dem Projekt. Stein des Anstoßes war ausgerechnet SPÖ-Bürgermeister Hansjörg Obinger.

„Dann wirst du jede Unterstützung bekommen“
Laut Protokoll aus der Gemeindevertretersitzung im vergangenen Dezember sicherte dieser seinem politischen Mitstreiter Unger (ÖVP) Unterstützung zu. „Wenn Raimund Unger zu mir kommt und sagt (...) ich mache den Obmann, ich stelle mich zur Verfügung, dann wirst du jede Unterstützung von uns bekommen“, steht im Protokoll. Eine Aussage, die Vizebürgermeisterin Eva Bischofer (SPÖ) im weiteren Verlauf unterstrich. 

„Seitdem haben mich viele Leute angesprochen, wir haben lange überlegt“, erklärt Unger. „Denn aus der Gaudi heraus wollen wir das nicht machen. Das soll etwas mit Hand und Fuß werden.“ Das untermauerte Skiclub-Präsident Manfred Schützenhofer: „Wir haben eine Ernsthaftigkeit dahinter.“ So fiel im SC-Präsidium der einstimmige Beschluss, dieses Projekt weiterzuverfolgen. 

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Je mehr Sparten wir zusammenbringen, desto besser

Manfred Schützenhofer, Präsident des Skiclub Bischofshofen

„Wir haben die Ressourcen“
Die Idee ist, unter dem Dach des SC Bischofshofen eine Fußball-Sektion zu eröffnen.   Zudem seien bereits Gespräche mit einigen Fußball-Fachleuten geführt worden sein. „Die Ressourcen haben wir in jedem Fall“, sagen die starken Männer. „Und je mehr Sparten wir zusammenbringen, desto besser“, betont Schützenhofer. Neben Wintersportarten wie Skispringen, Ski alpin, Langlaufen und Skibergsteigen gibt es bereits eine Kegel- und eine Turn-Sparte. So könnte man das Angebot für Kinder und Jugendlichen vergrößern und diesen somit auch einen Umstieg, falls notwendig, erleichtern. 

Wie es in der Stadtpolitik jetzt weiter geht, ist noch unklar. Für 9. April wäre eine Sitzung der Gemeindevertreter zur Causa BSK (Zukunft am Sportplatz: Ja oder Nein?) angesetzt gewesen. Es ist wahrscheinlich, dass diese – aufgrund der völlig neuen Vorzeichen – verschoben oder gleich ganz gestrichen wird. 

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