„The Sound of Music“

Musikalische Familienaufstellung in Baden

Kultur
05.02.2026 08:00

Lukas Perman steht ab Freitag, 6. Februar, als Kapitän Georg von Trapp in dem Musical „The Sound of Music“ auf der Bühne des Stadttheaters Baden – erstmals zusammen mit seinen beiden Töchtern Liv und Ivy. Wir baten den 45-jährigen vierfachen Familienvater, der mit Sängerin Marjan Shaki verheiratet ist, zum Interview.

„Krone“: Sie spielen in „The Sound of Music“ den Baron Trapp – und das bereits seit fünf Jahren!
Lukas Perman: Genau, die von Andreas Gergen inszenierte Premiere war 2011 in Salzburg, da hat Uwe Kröger die Rolle gespielt. Ich habe sie dann vor fünf Jahren übernommen. Das Stück wird regelmäßig, meistens im Winter aufgeführt, weil da auch immer viele Touristen aus den USA kommen, und der „Sound of Music“-Film mit Julie Andrews ja dort zu Weihnachten Tradition hat.

Anders als bei uns, den kennen viele gar nicht. Warum ist das Ihrer Meinung nach so?
Bei und wurde das Musical Ende der 90er-Jahre wieder entdeckt. Die Konfrontation mit dem nationalsozialistischen Hintergrund darin hat sicher auch damit zu tun, da ja Österreich mit der Aufarbeitung seiner 2. Weltkriegs-Vergangenheit bekanntlich spät begonnen hat. Darum spiele ich es aber auch sehr gerne, denn es ist alles andere als eine seichte, kitschige Geschichte: Kapitän von Trapp muss mit seiner Familie fliehen, weil er sich den Nazis verweigert hat. Es finden sich darin auch viele Parallelen zur heutigen Zeit, wo es ja auch genug gute Gründe gibt, gegen gewisse Sachen laut aufzustehen. So gesehen halte ich es für ein wichtiges Stück. Ich glaube, für Leute, die gerne ins Musiktheater gehen, die Unterhaltung gemeinsam mit einer gewissen Message wollen, ist „The Sound of Music“ genau richtig.

Jetzt kommt das Musical nach Baden. Ist das 1:1 dieselbe Produktion?
Es ist dasselbe Bühnenbild, es sind dieselben Kostüme, aber komplett andere Darsteller (lacht) außer ich. Sonst ist alles sehr ähnlich. Andreas Gergen hat, sagen wir, ein bisschen das Poliertuch drübergelegt.

Katharina Gorgi (Mitte) als Maria Rainer mit Ensemble
Katharina Gorgi (Mitte) als Maria Rainer mit Ensemble(Bild: Bühne Baden/Christian Husar)
Lukas Perman, Nicole Bonnet
Lukas Perman, Nicole Bonnet(Bild: Bühne Baden/Christian Husar)
„Maria“ Katharina Gorgi mit den „Trapp-Kindern“ Samuel Wegleitner, Thamos Hollweg, Annabelle ...
„Maria“ Katharina Gorgi mit den „Trapp-Kindern“ Samuel Wegleitner, Thamos Hollweg, Annabelle Arquin, Ivy Perman, Aria Hollweg und Liv Perman,(Bild: Bühne Baden/Christian Husar)

Sie selbst stehen nur mehr selten auf der Bühne, betätigen sich als Musicalproduzent wie auch heuer wieder bei „Jesus Christ Superstar“ in Wien, Amstetten und Graz.
Es ist ein bedingter Abschied von der Bühne. Ich mache keine Long-Run-Produktionen mehr, das wäre mit meiner Familie nicht möglich. Würde ich nach Deutschland oder in die Schweiz sechs Wochen lang proben gehe, dann sinkt das „Schiff Perman“ zu Hause.

Chris Lohner (re., mit Beppo Binder) spielt „Frau Schmidt“
Chris Lohner (re., mit Beppo Binder) spielt „Frau Schmidt“(Bild: Bühne Baden/Christian Husar)
Maya Hakvoort (li., mit Katharina Gorgi) schlüpft in die Rolle der Mutter Oberin
Maya Hakvoort (li., mit Katharina Gorgi) schlüpft in die Rolle der Mutter Oberin(Bild: Bühne Baden/Christian Husar)

Apropos: Zwei ihrer vier Kinder stehen mit Ihnen auf der Bühne. Wie läuft da die Zusammenarbeit?
Ja, genau, Liv (10), die bereits hier „Matilda“ gespielt hat und Ivy (7). Es läuft sehr gut. Wir singen ihre Texte immer während der Autofahrt von daheim nach Baden und hin und wieder sage ich Ihnen Kleinigkeiten. Aber im Theater lehne ich mich dann schon auch gerne zurück, sag mir: „Hey Lukas, das ist jetzt nicht dein Job“ (lacht) – und schaue zu, wie die das „Chaos“ mit den insgesamt sieben Kindern auf der Bühne in den Griff bekommen. Was mich natürlich freut und stolz macht, ist, dass es beide mit einer unglaublichen Freude machen und sie so eine tolle Ausstrahlung haben.

Das heißt, die beiden werden Musicalstars wie ihre Eltern?
Nein, das glaube ich nicht. Sie sind ja bei uns überhaupt nicht dressiert in diese Richtung. Ich glaube, es ist einfach jetzt eine Phase, wo es passt. Und es ist für sie eine super Erfahrung. Ob sie das jemals beruflich machen oder nicht, das steht so was von in den Sternen.

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