Mordfall Maria Alm

Jetzt droht Krisztian P. lebenslange Haftstrafe

Salzburg
05.02.2026 08:00

Jenny Z. (34) starb am 3. Mai in Maria Alm (Salzburg) durch einen Kopfschuss. Der mutmaßliche Mörder, der ungarische Saisonarbeiter Krisztian P. (32), will am Donnerstag offenbar ein Geständnis ablegen, erfuhr die „Krone“. Fünf Tage war er damals auf der Flucht, bis Ermittler im niederländischen Utrecht zugriffen.

Lebenslängliche Haft, die Höchststrafe! Das droht dem Angeklagten Krisztian P. im Falle einer der Anklage entsprechenden Verurteilung beim Geschworenenprozess im Salzburger Landesgericht. „Er hat mir gegenüber angekündigt, ein Geständnis ablegen zu wollen“, verrät der Verfahrenshelfer Michael Hofer der „Krone“.

Revolver-Karabiner war Tatwaffe
Der ungarische Saisonarbeiter hat laut Anklage seine Ex-Freundin Jenny Z. (34) in der Nacht auf den 3. Mai auf einem Parkplatz vor einem Supermarkt in Maria Alm getötet – mit einem Schuss in den Kopf aus einem Revolver-Karabiner der Marke Alfa Proj, den er Wochen zuvor legal erworben hatte.

Der Tatort: ein Supermarkt-Parkplatz in Maria Alm
Der Tatort: ein Supermarkt-Parkplatz in Maria Alm(Bild: Kerstin Jönsson)

Bis Ende 2024 waren der Ungar und die deutsche Kellnerin ein Paar – beide arbeiteten hierzulande in der Tourismusbranche. Nach der Trennung erstattete das spätere Opfer sogar vergeblich Anzeige bei der Polizei, da der Ungar ihr drohend schrieb: „Ich werde dein Leben zum Albtraum machen.“

Monate später bat der Ungar um eine letzte Aussprache samt Übergabe von Gegenständen. Als Treffpunkt wählten sie den Supermarkt-Parkplatz in Maria Alm. Jenny Z. kam nicht alleine dorthin, eine Freundin wartete im Auto. Sie musste mit ansehen, wie der mutmaßliche Mörder die Schusswaffe herausholte, seiner Ex an die Stirn setzte und abdrückte. Danach ergriff er in einem geliehenen Škoda Octavia die Flucht.

Mit diesem Škoda Octavia flüchtete der Verdächtige. Das Auto ließ er in München zurück.
Mit diesem Škoda Octavia flüchtete der Verdächtige. Das Auto ließ er in München zurück.(Bild: zVg, Krone KREATIV)

Fünf Tage Flucht
Mit Fahndungsbildern jagte die Polizei den Tatverdächtigen – bis ins niederländische Utrecht. Nachdem P. das Mietauto in München zurückgelassen hatte und per Bahn in die Niederlande eingereist war, griffen Zielfahnder vor einem Supermarkt in Utrecht zu und verhafteten ihn am 8. Mai. Ende Juli erfolgte die Überstellung.

In der Pucher Justizanstalt fiel der Ungar auch auf, nachdem er Anfang September eine Matratze in Brand gesetzt hatte. Dabei ist P. geistig gesund, stellte eine Sachverständige fest und erklärte ihn für zurechnungsfähig.

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