Das Domquartier sollte eigentlich über 30 Millionen Euro erhalten. Doch dann hat das Land Salzburg einen Sparkurs eingeschlagen. Trotzdem wird heuer gebaut – zumindest ein bisschen.
Im Domquartier hängt ein kleines Gemälde, das man leicht übersieht. „Der Geiz“ von Adriaen Brouwer stellt einen Mann dar, der einen Sack voll Geld in den Händen hält und gierig schaut. Der Vergleich mit Landeshauptfrau Karoline Edtstadler hinkt vermutlich, denn als sie dem Domquartier im September die Mittel kappte, lag das eher an zu wenig Budget.
Mehr als 30 Millionen Euro hatte ihr Vorgänger Wilfried Haslauer dem Domquartier versprochen. Im Rahmen des „Generalplan Kulturbauten“ sollten nicht nur die Festspielhäuser profitieren. Geplant waren eine archäologische Ausstellung im Keller und ein neues Besucherzentrum im Hof der Alten Residenz mit barrierefreiem Zugang.
Sie sei eine gelernte Optimistin, sagt Domquartier-Chefin Andrea Stockhammer. „Aufgeschoben und nicht aufgehoben“ sei das Projekt, denn die Planungen für die Erweiterung werden weitergeführt. Wann das der Fall sei, hänge aber von der Regierung ab: „Ich kann nicht Kaffeesatzlesen, wie sich die Finanzlage des Landes entwickelt.“
In ferner Zukunft
„Es kommt nicht“, heißt es hingegen aus Edtstadlers Büro. Die Vorplanungen sollen nicht verloren gehen. Allerdings nur für den Fall, dass das Projekt in „ferner Zukunft“ umgesetzt werde. Von den ursprünglich 33 Millionen Euro werden aber gut neun Millionen Euro verbaut. Es handelt sich dabei um dringend notwendige Arbeiten, etwa die Klimatisierung der Räume, sodass die Kunstwerke keinen Schaden nehmen. Die Residenzgalerie wird daher ab April 2026 geschlossen, da die Ausstellungsräume saniert werden.
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