Künstliche Intelligenz (KI) verändert Bilder, Kunst und Medien – und mehr: Der Linzer Grafiker und Fotograf Robert Josipović holte sich mit einem KI-Bild den „PR-Bild Award“ Österreichs; für ihn zählt KI schon zum Alltag.
Ein Knabe, zarte Haut, Federn und Rokoko: Der Linzer Fotograf Robert Josipović machte mittels Künstlicher Intelligenz (KI) das Sujet zur „Zauberflöte“, die in der vorigen Saison am Landestheater Linz zu sehen war. Nun wurde das Motiv als bestes PR-Foto Österreichs im Jahr 2025 ausgezeichnet. Die „Krone“ fragt Josipović, wie es in Zukunft mit der KI weitergeht.
„Krone“: Wo sind die Grenzen von KI-generierten Bildern?
Robert Josipović: Weniger in der Technik, sondern dort, wo unsere menschliche Fantasie und Kreativität enden. Die KI ist letztlich ein Werkzeug – entscheidend ist, wie wir sie einsetzen, welche Fragen wir stellen und welche Ideen wir damit verfolgen.
Einmal ganz ehrlich: Können wir KI-Bilder von echten, realen Bildern klar unterscheiden?
Kaum noch. Die Unterscheidung wird in Zukunft noch schwieriger werden, vor allem dann, wenn KI-Bilder bewusst realistisch eingesetzt werden. Entscheidend wird daher nicht die Erkennbarkeit sein, sondern der bewusste Umgang damit.
Braucht es eine Kennzeichnungspflicht?
Soweit ich das weiß, hat die EU bereits dazu Regelungen beschlossen. Persönlich sehe ich das ambivalent. Ich halte es für wichtiger, dass wir als Gesellschaft lernen, reflektiert und verantwortungsvoll mit Bildern umzugehen – unabhängig davon, ob sie KI-generiert sind oder nicht.
Frage an Sie als Experte: Wo kommen KI-Bilder am häufigsten zum Einsatz?
Vor allem in der Werbung und Kommunikation, quer durch alle Medien. Am stärksten aktuell in Social Media und digitalen Kampagnen, zunehmend auch im Bereich Bewegtbild. Klassische Tageszeitungen sind dagegen noch zurückhaltender.
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