Eigentlich war es nur eine Routinefahrt der Finanzpolizei vor der süditalienischen Küste, aber die wurde schnell zu einer archäologischen Expedition. Polizeitaucher machten auf dem Meeresboden eine überraschende Entdeckung – mit ebenso überraschendem Inhalt.
Einsatzkräfte der italienischen Finanzpolizei patrouillierten im Juni vergangenen Jahres vor der Küste von Gallipoli im Süden Italiens und fanden dabei zufällig ein Schiffswrack. Den Einsatzkräften war etwas Ungewöhnliches am Meeresboden aufgefallen, Polizeitaucher stiegen dann ins Wasser und entdeckten die Überreste eines römischen Frachtschiffes.
Spezielle Soße an Bord
Das Besondere an diesem Fund: An Bord des Schiffes fanden die Taucher mehrere Amphoren. In den Behältern soll eine spezielle Soße aus der antiken römischen Küche transportiert worden sein, berichtet die Zeitung „La Repubblica“. Garum – eine Soße auf Basis von fermentiertem Fisch – war ein Standardgewürz in dieser Zeit. Experten schätzen, dass das Schiff ungefähr im vierten Jahrhundert im Einsatz war und wahrscheinlich von Nordafrika aus gestartet war.
Das Schiffswrack war bereits im vergangenen Juni entdeckt worden, aber der Fund wurde erst am Dienstag öffentlich gemacht. Man wollte verhindern, dass sich Plünderer an den Unterwasser-Funden bedienen, heißt es in der Mitteilung der Finanzpolizei. Seit der Entdeckung des Wracks werde das Gebiet ständig überwacht.
Bald sollen Archäologen das Schiff genau unter die Lupe nehmen und alles systematisch dokumentieren. Ziel ist es, die Amphoren mit der Soße zu bergen und das Wrack langfristig zu schützen. Gleichzeitig wollen die Wissenschaftler aber auch etwas über Handelsrouten, Schiffsbau und Warenverkehr zur römischen Kaiserzeit lernen.
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