In vielen EU-Ländern, darunter auch Österreich, wird derzeit diskutiert, das Pensionsantrittsalter zu erhöhen. Das sei entscheidend, um die Pensionen künftig finanzieren zu können, teilte die Industriestaaten-Organisation OECD mit. EU-weit ist derzeit etwa ein Fünftel der Erwerbstätigen im Alter von 55 bis 64 Jahren.
Den höchsten Anteil hat Deutschland mit 24 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Den zweithöchsten Anteil an älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern hat Italien (23 Prozent), gefolgt von Bulgarien (22,3 Prozent). In Österreich sind 18,2 Prozent der Erwerbstätigen in dieser Altersgruppe. Die wenigsten älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hat Malta (10,8 Prozent).
„Ein zentraler Grund für den hohen Anteil älterer Erwerbstätiger in Deutschland ist die zunehmende Alterung der Bevölkerung. Darüber hinaus gehen die Menschen hierzulande immer später in Rente“, sagten die Statistikerinnen und Statistiker. Das durchschnittliche Pensionsantrittsalter in Deutschland lag 2024 für Frauen und Männer bei 64,7 Jahren. Bis zum Jahr 2029 wird das gesetzliche Antrittsalter noch auf 67 Jahre erhöht.
Österreicher gehen früher in Pension
Zum Vergleich: In Österreich wird das gesetzliche Pensionsantrittsalter der Frauen derzeit schrittweise auf 65 Jahre erhöht. Tatsächlich scheiden die Menschen durchschnittlich aber früher aus dem Erwerbsleben aus – Männer mit etwa 62 Jahren, Frauen mit 60. Im OECD-Schnitt gehen die Bürgerinnen und Bürger um zwei Jahre später in Pension.
In den kommenden 40 Jahren werde die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter schrumpfen, teilte die OECD Ende 2025 in einer Untersuchung mit. Sie empfahl den Regierungen damals, das gesetzliche Pensionsantrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln und Vorruhestandsregelungen weniger attraktiv zu machen.
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