Der oberösterreichische Faserhersteller Lenzing hat die Mehrheit an dem schwedischen Textil-Innovationsunternehmen TreeToTextile übernommen. Durch den Zukauf soll die Industrialisierung neuer, nachhaltigerer Fasern beschleunigt werden.
Die Transaktion werde durch die Ausgabe neuer Aktien umgesetzt, heißt es vom Unternehmen. Weitere Details wurden nicht genannt. Die bisherigen Partner H&M, Inter Ikea und Stora Enso blieben als Minderheitsgesellschafter an Bord.
Industrielle Großanlage in Vorbereitung
Das Verfahren von TreeToTextile bietet laut Lenzing Kostenvorteile und ein besseres Nachhaltigkeitsprofil als herkömmliche Methoden. Es handle sich um den nächsten großen technologischen Schritt nach der Entwicklung von Viskose und Lyocell.
„Wir stehen klar hinter dem gemeinsamen Scale-up und der Kommerzialisierung“, sagte Lenzing-Vorstand Georg Kasperkovitz. Geplant sei nun, die Produktion in der bestehenden Demonstrationsanlage im schwedischen Nymölla deutlich zu steigern und eine erste industrielle Großanlage vorzubereiten.
Sparprogramm bei Lenzing
Faserhersteller Lenzing mit Haupsitz in der gleichnamigen Gemeinde in Oberösterreich erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von rund 2,7 Milliarden Euro. In den vergangenen Monaten musste das Unternehmen seinen eingeschlagenen Sparkurs noch einmal verschärfen: Im September kündigte Lenzing an, insgesamt 600 Stellen zu streichen – die „Krone“ berichtete.
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