Oberösterreich war im Jänner das einzige Bundesland mit einer leicht rückläufigen Arbeitslosigkeit: 49.000 Landsleute waren auf Jobsuche. Doch vor allem bei den Langzeitarbeitslosen setzt sich der Anstieg mit einem Plus von 22,3 Prozent ungebremst fort.
Es ist ein hauchdünnes Minus: 49.069 Menschen waren in Oberösterreich im Jänner auf Arbeitssuche – um 0,4 Prozent weniger als im Jänner 2025. Damit liegt die Arbeitslosenquote im Land ob der Enns bei 6,8 Prozent. Bundesweit beträgt die Quote 8,8 Prozent.
Ein deutliches Plus steht allerdings – wie schon in den Monaten zuvor – bei den Langzeitarbeitslosen zu Buche: Die Anzahl jener, die seit mehr als einem Jahr auf Jobsuche sind, stieg um 22,3 Prozent auf 10.895 Personen an. „Die Stabilisierung der Langzeitbeschäftigungslosigkeit bleibt in Anbetracht der schwachen Konjunktur und der knappen Ressourcen des AMS weiterhin die größte Herausforderung“, sagt Markus Litzlbauer, stellvertretender Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice in Oberösterreich.
Handel bleibt Sorgenkind
Alles in allem setzt sich am Arbeitsmarkt der Trend vom Ende des vergangenen Jahres fort. In den Bereichen Produktion und Arbeitskräfteüberlassung ist die Entwicklung positiv. Vor allem die wieder zunehmende Überlassung von Arbeitskräften gilt als Frühindikator für eine Erholung der Wirtschaft. Dem gegenüber steht der Handel: „Weiterhin spürbar ist der Zuwachs der Arbeitssuchenden im Handel, dies spiegelt sich auch im Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit wider“, sagt Litzlbauer.
Arbeitslosigkeit als Generationenfrage
Auch nach Altersgruppen gibt es eine große Differenz: Während die Arbeitslosigkeit bei den Unter-19-Jährigen um 14 Prozent sank, stieg sie bei der Generation 60+ mit 9,7 Prozent am stärksten an.
Bundesweit waren im Jänner 456.192 Menschen auf Jobsuche – ein Plus von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
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