Vor lauter Regenbogenfahnen hatte er offenbar rot gesehen: Ein 23-jähriger Trauner wurde am Montag im Landesgericht Linz zu einer unbedingten Haftstrafe verurteilt, weil er Teilnehmern der „Linz Pride“-Parade im vergangenen Juni den Hitlergruß gezeigt hatte. Seine Ausrede, er habe nur Freunden winken wollen, stieß auf taube Ohren. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.
Für seinen Ausraster muss der Trauner (23) nun hinter Gittern. Er war am 21. Juni Beamten aufgefallen, die die Pride Linz begleiteten. Am Graben nämlich war der junge Mann dem Protestzug entgegengegangen und schließlich am Straßenrand stehen geblieben – mit zum Hitlergruß erhobener rechter Hand.
„Wollte nur winken“
Das ließen die Beamten natürlich nicht zu und nahmen sich den Übeltäter vor. Die fadenscheinige Ausrede, er habe nur seinen Freunden auf der gegenüberliegenden Straßenseite winken wollen, glaubten weder die Polizisten vor Ort, noch die Geschworenen und der Richter am Landesgericht Linz.
Sonst keine Zwischenfälle
Dort hatte sich der Trauner nämlich am Montag wegen des Verbrechens der nationalsozialistischen Wiederbetätigung verantworten müssen. Früher als geplant fiel am Nachmittag das Urteil: Bei einem Strafrahmen von einem bis zehn Jahren fasste der 23-Jährige 18 Monate Haft aus – unbedingt. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.
Abgesehen von diesem Vorfall war die Linz Pride – mit 4300 Teilnehmern laut Polizei oder 13.000 Teilnehmern laut Veranstalter – friedlich und ohne Zwischenfälle verlaufen.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.