Bergung aus Wasser

Nach Unglück auf See übten Eisretter nun Ernstfall

Oberösterreich
02.02.2026 09:00
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

72 Einsatzkräfte stellten am vergangenen Wochenende auf dem Irrsee ein realistisches Unfall-Szenario nach. Mit Feuerwehrdrohen und Tauchern wurde versucht, eine im Eis eingebrochene Person zu orten und zu bergen. Die Übung brachte wertvolle Erkenntnisse.

Als Konsequenz des dramatischen Einsatzes und der erfolgreichen Hubschrauberrettung am 21. Jänner von zwei am Irrsee eingebrochenen Frauen (wir berichteten) fand am Sonntag dort eine große Rettungsübung statt. Daniel Weber, Ausbildungsleiter des Feuerwehrabschnitts Mondsee, hatte gemeinsam mit der FF Zell am Moos eine realistische Eisrettungsübung mit anschließenden Eistauchgängen organisiert.

(Bild: Stoxreiter/Feichtinger)

Die Einsatzkräfte wurden zunächst theoretisch in den Themenbereichen Eisrettung, Unterkühlung und Belastbarkeit der Eisfläche geschult. Noch bevor es zur Praxisübung auf den Irrsee ging, berichtete auch jener Polizist, der versucht hatte, die beiden eingebrochenen Frauen zu retten, von der tollkühnen Bergeaktion.

(Bild: Stoxreiter/Feichtinger)

Am See wurde dann mit verschiedenen Einsatzmitteln die Rettung einer eingebrochenen Person geübt. Die Drohnenpiloten des Abschnitts Mondsee kümmerten sich um die Lagedarstellung und die Räumung des Gefahrenbereichs mittels Lautsprecherdurchsagen.

(Bild: Stoxreiter/Feichtinger)

Aufgrund des Nebels, der hohen Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von minus zwei Grad kam es immer wieder zu leichten Propellervereisungen. Drohnenflüge konnten nur sehr selektiv und in geringer Höhe durchgeführt werden.

(Bild: Stoxreiter/Feichtinger)

Im Anschluss an die Rettungsaktionen auf dem Eis probten die Feuerwehrtaucher noch die Personensuche unterm Eis im Wasser. Nach 3,5 Stunden war die Übung für die 72 Einsatzkräfte beendet. Kommandant Alexander Neuhauser zeigte sich mit dem Ablauf sehr zufrieden: „Wir haben heute auch neue Erkenntnisse gewinnen können.“

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