Der digitale Assistent OpenClaw sorgt im Silicon Valley für Furore: Er kann in Restaurants reservieren oder Reisen buchen. Entwickelt hat die Künstliche Intelligenz der Oberösterreicher Peter Steinberger. Ein Uni-Professor erklärt im „Krone“-Gespräch, wie der KI-Sekretär funktioniert - und welche Gefahren lauern.
Seine Entwicklung macht gerade weltweit Schlagzeilen: Der Oberösterreicher Peter Steinberger – er besuchte die HTL in Braunau – programmierte eine künstliche Intelligenz (KI), die wie ein digitaler Sekretär funktioniert. Die frei zugängliche KI namens OpenClaw erobert das Silicon Valley in den USA im Sturm.
Was genau steckt dahinter? „OpenClaw ist wie ein Sekretär, der immer zu Hause an meinem Computer sitzt. Dem schicke ich per WhatsApp Befehle, zum Beispiel: ,Bitte lies meine E-Mails und schau, ob etwas Neues dabei ist.’ Oder: ,Buche mir ein Kinoticket’“, erklärt Günter Klambauer, Professor für KI an der Linzer Johannes Kepler Universität.
OpenClaw ist wie ein Sekretär, der immer zu Hause an meinem Computer sitzt. Dem schicke ich per WhatsApp Befehle, zum Beispiel: „Bitte lies meine E-Mails.“

Günter Klambauer, Professor an der Johannes Kepler Universität Linz
Bild: JKU Linz
„Eleganter Problemlöser“
„Es gibt noch nichts Ähnliches“, sagt Klambauer über die Entwicklung. Rein wissenschaftlich sei der „KI-Sekretär“ aber keine Neuheit, der Uni-Professor bezeichnet OpenClaw als „eleganten Problemlöser“: Bisher lassen sich Nutzer von KI-Modellen etwa ein E-Mail vorformulieren, um es dann zu kopieren und abzuschicken. Der neue KI-Assistent erledigt nun beides selbst.
Experte: Nutzung (noch) zu gefährlich
Genau darin besteht laut Klambauer aber auch ein Risiko: „Ich würde jedem davon abraten, den KI-Assistenten zu verwenden, weil es sicherheitstechnisch noch zu gefährlich ist.“ Denn damit der digitale Sekretär tatsächlich Kino- oder Flugtickets buchen kann, braucht er Zugang zur eigenen Kreditkarte – und diese Zugangsdaten könnten ins Netz gelangen. Erst wenn handelsübliche Laptops so leistungsstark sind, dass der „KI-Sekretär“ auf dem eigenen Gerät und nicht übers Internet läuft, sei das Risiko geringer.
Für den Oberösterreicher Peter Steinberger beginnt der ganze Trubel jedenfalls erst. Aktuell ist seine KI nur von Programmier-Profis nutzbar. Nun könnten allerdings große Firmen wie Microsoft auf den Oberösterreicher zukommen, um seine Erfindung in eine praktische App für „Otto Normalverbraucher“ zu verwandeln und zu kommerzialisieren.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.