Was bleibt von der Welt, wenn die Menschheit verschwindet? Die Ausstellung „The World Without Us“ im Linzer Kunstmuseum Lentos – von heute bis 10. Mai – öffnet ein Tor in unendliche Zeiträume Richtung Vergangenheit oder Zukunft und in eine Welt ohne Menschen.
Die Bedrohung durch den Klimawandel, aber auch durch den Menschen selbst – etwa durch atomare Gefahren – bringt die Vorstellung aber auch schon wieder in zeitliche Nähe. Ja, es könnte sein, dass die Menschheit sehr rasch an den Rand ihrer Existenz gebracht wird.
Wildtiere erobern menschenleeren Raum zurück
Die Ausstellung wirft einen Blick voraus. Ein berührender Beitrag stammt von Biennale-Künstlerin Anna Jermolaewa, die mit Wildtierkameras die Schutzzone erkundete, die nach der Nuklearkatastrophe 1986 rund um das Atomkraftwerk Tschernobyl errichtet worden war. Das Video zeigt, wie die Wildtiere den menschenleeren Raum zurückerobern.
Von Dürer bis H. R. Giger
Andere Positionen führen hinein in die Unendlichkeit des Erdzeitalters, in die Spirale der „Deep Time“, in der die Menschheit nur ein Wimpernschlag ist. So ist ein Alien von H. R. Giger zu sehen oder ein „Nahblick“ auf die Sonne: Katharina Sieverding bearbeitete dafür tausende Satellitenaufnahmen. Interessant: Das älteste Kunstwerk, der rätselhafte Kupferstich „Melencolia“ aus dem Jahr 1514, stammt von Albrecht Dürer.
Wer den Mut hat, über die Grenzen unseres Planeten hinauszublicken, darf diese Schau nicht verpassen!
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