Mehr als ein halbes Dutzend Einsatzautos, ein massiver Polizeieinsatz mit Bereitschaftseinheit und Cobra: Am Donnerstag fand die behördliche Räumung des Protestcamps der Westringgegner im Linzer Bergschlösslpark statt. Nach kurzen Verhandlungen einigte man sich auf einen widerstandslosen Abzug.
„Das Polizeiaufgebot ist schon nicht ohne. Es sind ein Haufen Einsatzautos da, die Bereitschaftseinheit und Cobra sind aufmarschiert“, berichtet „Krone“-Redakteur Markus Schütz, der vor Ort ist.
Die A26-Gegner haben im November im Linzer Bergschlösslpark ein Protestcamp, das aus einem großen Partyzelt bestand, aufgebaut. Mit den Anrainern versuchten sie die Öffentlichkeit gegen die Tunnelarbeiten zu mobilisieren. Trotz publikumswirksamer Aktionen wie Grabkerzen auf den Baumstämmen allerdings nur mit überschaubarem Erfolg.
Verhandlungen liefen schon seit Wochen
Seit Wochen wurde bereits mit den Demonstranten verhandelt, weil sie die Bauarbeiten behindern. Vor allem, weil ihr Zelt genau dort aufgeschlagen war, wo der stecken gebliebene Bohrkern vermutet wird. Dieser war bei Bohrungen zur Verlegung eines Kanalschachts stecken geblieben.
Am Donnerstag, gegen 11 Uhr, begann der Polizeieinsatz. Den drei anwesenden Protestierern wurde mitgeteilt, dass ihr Zeltplatz nun behördlich geräumt werde, weil dort Bauarbeiten beginnen. Die Gegner hätten bis 12 Uhr Zeit, dann werde geräumt. Nach einer kurzen Nachdenkpause einigte man sich auf einen gewalt- und widerstandsfreien Abzug ohne drohendes Zeitlimit.
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