Der Kulturkalender in Oberösterreich ist im Jahr 2026 gut gefüllt. Die dritte „communale oö“ widmet sich den Bauernkriegen, das Marmorschlössl in Bad Ischl macht Platz für provokante Kunst. Außerdem gibt es viel Brass, Volkskultur und Konzerthöhepunkte.
Weil das Kulturbudget in Oberösterreich nicht sinkt, sondern sich sogar leicht steigert – ganz anders als in Wien, wo gespart wird – will man auch heuer beweisen, dass damit markante Events und Erlebnisse finanziert werden.
„Ein Höhepunkt wird die ’communale oö’, die unter Beweis stellt, wie innovativ historische Themen künstlerisch in die Gegenwart gebracht werden können“, betont Landeshauptmann Thomas Stelzer, zugleich Kulturreferent. Dieses Landesausstellungsformat widmet sich den Bauernkriegen vor 400 Jahren, die Eröffnung ist am 17. April, wir berichteten.
Biennale-Künstlerin, die provoziert
Das Marmorschlössl und der Kaiserpark in Bad Ischl werden wieder Heimat für zeitgenössische Kunst. Hier wird Biennale-Künstlerin Jakob Lena Knebl ihr Spiel mit Identität, Glamour und Tabubruch in Skulpturen und Installationen ausleben.
Aber auch die Musik hat 2026 viel Platz. Von 22. bis 26. April sind die European Brass Band Championships zu Gast im Brucknerhaus, das Spektakel mit mehr als 1000 Musikern lässt Blechbläserensembles auf höchstem Niveau erleben. Das Bruckner Orchester kehrt wieder in den Toscanapark in Gmunden zurück, der Termin ist noch nicht öffentlich.
Das Feiern darf nicht zu kurz kommen. Musik, Tanz, Tracht, Handwerk und Kulinarik aus Oberösterreich werden beim Fest der Volkskultur zelebriert.
Landeshauptmann Thomas Stelzer
Ab Juni bringt der OÖ. Kultursommer zudem zahlreiche Theaterproduktionen, Festivals und Konzerte. Und: Das Fest der Volkskultur kehrt von 18. bis 20. September wieder, Austragungsort ist dieses Mal Bad Zell.
Theater
„Turandot“ von Giacomo Puccini, Musiktheater Linz (ab 17. 1.); „Woyzeck“ von Büchner, Schauspielhaus Linz (ab 28. 2.); „Girl from the North Country“, Musicalfrühling, Stadttheater Gmunden (ab 27. 3.);
Klassik/Jazz
Ulrichsberger Kaleidophon (ab 24. 4.); OÖ. Stiftskonzerte (ab 30. 5.); Gustav Mahler Festival, Steinbach am Attersee, (ab 21. 6.); Lehár Festival, Theaterhaus, Bad Ischl (ab 11. 7.);
Festivals
Donau Festwochen Strudengau (ab 24. 7.); Pflasterspektakel (ab 23. 7.);
Headliner, Events und DJs
Blasmusik, Austropop und Electroswing: Der Sound des nächsten Sommers stimmt! Der „Ahoi! Pop Sommer“, ausgerichtet vom Linzer Posthof, kehrt von 8. bis 10. Juli zurück, und zwar an die Donaulände zwischen Lentos und Brucknerhaus. Erste Headliner stehen fest: Pizzera & Jaus, Lemo und Nina Chuba. Das Woodstock der Blasmusik bricht mittlerweile Rekorde, rund 100.000 Fans aus ganz Österreich kommen alljährlich ins Innviertel. Das Kult-Event findet von 2. bis 5. Juli in Ort im Innkreis statt. Am 1. August swingt Parov Stelar den Toskanapark in Gmunden.
Ausblick auf Kulturherbst in Linz
Die Klangwolke, ein großes Open-Air-Event vor dem Brucknerhaus, und das internationale Brucknerfest prägen bereits seit 1979 die Stadt – und kehren auch 2026 wieder: Die Linzer Klangwolke wird am Samstag, 12. September, stattfinden, das internationale Brucknerfest ist kürzer, es dauert von Sonntag, 13. September, bis Mittwoch, 30. September. Weiters gibt es Konzerte zu Anton Bruckners Geburtstag und Todestag. Die Ars Electronica findet von 9. bis 13. September statt.