Öko-Weckruf

Warnung vor unsichtbaren Giften unseres Alltags

Klima
29.01.2026 18:30

PFAS überall! Die stillen Ewigkeitsgifte lauern in Jacken Pfannen und Coffee-to-go. Doch es gibt auch Möglichkeiten, den giftigen Substanzen im Alltag auszuweichen...

Sie sind unsichtbar, geruchlos – und bleiben für immer: PFAS, die berüchtigten „Ewigkeitsgifte“, stecken längst mitten in unserem Alltag. In Jacken großer Modeketten, in Billigkleidung aus dem Netz, in Einwegverpackungen – ja sogar in Fischen aus unseren Gewässern. Die Skandale reißen nicht ab. Jetzt schlägt Greenpeace Alarm – und liefert einen Ratgeber, der wachrüttelt.

Gift, das nie verschwindet
PFAS - das sind Chemikalien, die Wasser, Fett und Schmutz abperlen lassen. Praktisch? Vielleicht. Harmlos? Ganz und gar nicht. Einmal freigesetzt, bauen sie sich kaum ab, verteilen sich weltweit und reichern sich im menschlichen Körper an. Einige dieser Stoffe stehen im Verdacht, das Immunsystem zu schädigen und Krebs auszulösen.

Vorsicht bei „wasserabweisender“ Kleidung!
Vorsicht bei „wasserabweisender“ Kleidung!(Bild: MITJA KOBAL)

Brisant: Aktuelle Greenpeace-Tests fanden sogar verbotene PFAS in Jacken einer internationalen Modekette und Produkten der chinesischen Online-Plattform SHEIN. Ein Skandal – und ein Weckruf. Greenpeace-Konsumexpertin Madeleine Drescher bringt es auf den Punkt: „Viele Menschen nehmen PFAS täglich auf, ohne es zu wissen – beim Kochen, über Kleidung oder beim Kaffee to go. Diese Gifte bleiben ein Leben lang im Körper. Niemand sollte Detektivarbeit leisten müssen, um seine Familie zu schützen.“

Wo die Ewigkeitsgite lauern 

PFAS finden sich in überraschend vielen Alltagsprodukten:

  • beschichtete Pfannen und Backformen
  • wasserabweisende Kleidung und Schuhe
  • Pappbecher, Burgerboxen und Einweg-Geschirr
  •  „wasserfeste“ Kosmetik
  • belastete Lebensmittel aus konventioneller Landwirtschaft

Genau hier setzt der neue Greenpeace-Ratgeber „PFAS stoppen: Für eine giftfreie Zukunft“ an. Er zeigt, wo die Gefahren lauern – und wie man sich schon heute schützen kann. Klar ist aber auch: Ohne klare Regeln und ein EU-weites Verbot wird das Problem nicht verschwinden. Kurz gesagt: Überall dort, wo etwas „abperlen“ soll, sind PFAS oft nicht weit.

Fünf einfache Tipps gegen PFAS im Alltag

1. Pfanne ohne Gift
Antihaft vermeiden! Besser zu Edelstahl, Gusseisen oder Emaille greifen.

2. Misstrauen bei „wasserabweisend“
Jacken, Schuhe oder Möbel mit Nässeschutz enthalten häufig PFAS. Im Geschäft gezielt nach „PFAS-frei“ fragen – viele Marken bieten Alternativen.

3. Mehrweg schlägt Einweg
Coffee-to-go-Becher, Burgerboxen & Co. sind oft beschichtet. Eigener Becher und wiederverwendbare Dose sparen Gift – und Müll.

4. Natur statt Chemie
Bei Kosmetik auf Naturkosmetik-Siegel achten. Dort sind PFAS verboten, besonders wichtig bei wasserfestem Make-up.

5. Bio macht den Unterschied
In der Bio-Landwirtschaft sind PFAS-haltige Pestizide tabu. Das senkt die Belastung – für Körper und Umwelt.

PFAS sind Chemikalien, die wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften in ...
PFAS sind Chemikalien, die wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften in vielen Alltagsprodukten eingesetzt werden.(Bild: MITJA KOBAL)

Fazit: Schluss mit dem Wegschauen
PFAS sind kein Randproblem, sondern ein stiller Dauerangriff auf Gesundheit und Umwelt. Der Greenpeace-Ratgeber zeigt: Konsument:innen können sich schützen - aber echte Sicherheit gibt es nur mit einem konsequenten Verbot. Die Frage ist nicht mehr, ob wir handeln müssen. Sondern wie lange wir uns die Ewigkeitsgifte noch leisten wollen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt