Um ein Viertel mehr
Strom- und Gaspreise in der Türkei explodieren
Wer in der Türkei Strom nutzt oder mit Gas heizt, muss ab sofort deutlich tiefer in die Tasche greifen: Die Preise steigen auf breiter Front – und zwar gewaltig.
Wie der staatliche Energieversorger Botas mitteilt, werden die Strompreise für Privathaushalte um 25 Prozent erhöht. Als Grund nennt das Unternehmen gestiegene Produktions- und Vertriebskosten. Auch Erdgas verteuert sich für Haushalte im Schnitt um ein Viertel.
Breite Preissteigerungen in mehreren Bereichen
Nicht nur private Haushalte sind betroffen: Für Industriekunden steigen die Erdgaspreise um 18,6 Prozent, für Kraftwerke um 19,4 Prozent. Auch bei Stromtarifen gibt es Anpassungen in mehreren Sektoren.
So klettern die Strompreise für den öffentlichen Sektor und Dienstleister um 17,5 Prozent. In der Industrie fällt der Anstieg mit 5,8 Prozent vergleichsweise moderat aus, während die Landwirtschaft mit einem Plus von 24,8 Prozent besonders stark betroffen ist. Die neuen Tarife gelten ab sofort.
Debatte um Versorgungssicherheit auch in Österreich
Parallel dazu rückt auch in Österreich die Energieversorgung erneut in den Fokus. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) drängt auf eine Verlängerung der strategischen Gasreserve bis April 2029.
Ein entsprechender Entwurf befindet sich derzeit in der koalitionsinternen Abstimmung. Die bestehende Reserve umfasst rund 20 Terawattstunden und deckt etwa ein Viertel des jährlichen Inlandsverbrauchs ab. Ziel ist es, durch frühzeitige und langfristige Kapazitätsbuchungen die laufenden Kosten zu senken.
Kosten und Finanzierung umstritten
Die Speicherung der Gasreserve ist allerdings teuer: Laut Finanzministerium lagen die Kosten 2025 bei 124,7 Millionen Euro, nachdem sie in den Jahren davor bereits deutlich über 90 Millionen Euro jährlich betrugen. Innerhalb der Regierung dürfte vor allem die Finanzierung künftig strittig sein.
Hattmannsdorfer betont die Bedeutung der Vorsorge für die Versorgungssicherheit und fordert zugleich eine stärkere Abstimmung auf EU-Ebene, um Preisstabilität zu gewährleisten und Konkurrenz um Speicherkapazitäten zu vermeiden. Der aktuelle Füllstand der Gasspeicher in Österreich liegt nach dem Winter bei 35,5 Prozent.









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