Hyänen-Sager

Kneissl nach Eklat: EU im Bann totalitären Denkens

Außenpolitik
29.01.2026 15:13

Ex-Außenministerin Karin Kneissl lässt sich nach ihren vielen Querschüssen gegen die Alpenrepublik von dem angedrohten Entzug der österreichischen Staatsbürgerschaft nicht beeindrucken. Nach dem Hyänen-Sager meint sie nun, viele europäische Länder seien dem totalitären Denken verfallen.

Seit über zwei Jahren lebt die ehemalige österreichische Diplomatin in dem kleinen Dorf Petruschowo nahe Moskau: „Wir haben ein kleines Holzhaus gebaut, in dem ich glücklich mit meinen Katzen, Hunden, Hühnern und Enten lebe“, erzählt sie russischen Medien. Trotz Wintergrippe und Außentemperaturen unter minus 24 Grad stellte sie sich jüngst einem Interview mit der Plattform „The Cradle“.

„Mit all meiner Dankbarkeit dafür, dass ich die Möglichkeit hatte, in Europa aufzuwachsen, habe ich das immer als Privileg betrachtet“, holt Kneissl aus. Sie habe allerdings feststellen müssen, dass das Europa, für das sie dankbar war, verschwunden sei. Denn der Kontinent sei zum „Schwarz-Weiß-Denken“ zurückgekehrt.

Kneissl sicher: Europa habe sich sehr verändert
Sie habe noch in einer Ära der „Gedankenfreiheit“ leben können – doch das habe sich bereits in den frühen Neunzigern geändert: „Ich sage einfach: Lebe und lass andere leben. Das ist für mich der wahre liberale Zugang. Ich mische mich nicht in deine Welt ein, ich sage dir nicht, dass du nicht rauchen, kein Fleisch essen, ob du einen Hund haben sollst oder nicht, ob du Kinder bekommen musst oder nicht.“ Das gelte aber nicht mehr für viele, viele europäische Gesellschaften, in denen eine Art totalitäres Denken und Handeln zurückgekehrt sei. In ihrem Telegram-Channel fügte sie noch hinzu: „Wahrscheinlich wird es jetzt den nächsten emotionalen Ausbruch wegen irgendeines Zitats geben. Und wahrscheinlich bin ich für manche in der EU zu sehr Araberin.“

Im Dienst der russischen Propaganda
Kneissl war von 2017 bis zum Ibiza-Skandal 2019 Österreichs von der FPÖ nominierte Außenministerin. Kritiker sehen sie ganz im Dienst der russischen Propaganda stehen. Nicht nur hatte sie Russlands Präsident Wladimir Putin 2018 zu ihrer Hochzeit in die Steiermark eingeladen, sondern ihn auch mehrmals persönlich getroffen. Auch nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs fiel Kneissl mit russlandfreundlichen Aussagen auf. Sie übersiedelte zunächst nach Frankreich, dann in den Libanon und schließlich nach Russland. Dort leitet sie heute den Thinktank „Gorki-Zentrum“. Aufgrund ihrer augenscheinlichen Tätigkeit für diverse Putin-Trollfabriken halten Experten die Grundlage für die Aberkennung der österreichischen Staatsbürgerschaft für gegeben.

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