Nur eine Schnapsidee?

Promillegrenze für Kantonsparlament gefordert

Außenpolitik
29.01.2026 16:15
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein junger Abgeordneter der Schweizer Grünen hat mit einem Vorstoß für Aufsehen gesorgt. Oleg Gafner fordert eine Promillegrenze im Parlament des Kantons Waadt am Genfersee.

Müssen Abgeordnete in der Waadt künftig vor Debatten ins Röhrchen blasen und nicht mehr als 0,5 Promille Alkohol intus haben? „Die Chancen auf eine Annahme sind gering“, räumt der grüne Politiker ein. Das Thema müsse aber unbedingt diskutiert werden.

„Es ist nicht ungewöhnlich, dass einige Abgeordnete während der Sitzungen alkoholisiert sind“, heißt es in dem Antrag Gafners. Man dürfe wohl von Abgeordneten bei Abstimmungen über Kredite in Millionenhöhe und ein Budget in Milliardenhöhe so viel Aufmerksamkeit verlangen wie im Straßenverkehr, deshalb sei eine Promillegrenze wie auf den Straßen angemessen.

Mitglied der Kantonsregierung findet Vorstoß lächerlich
Maurice Neyroud ist Winzer und Mitglied der Kantonsregierung. Er findet den Vorstoß lächerlich. Wer „Savoir-vivre“ habe, also genießen könne, praktiziere die Tradition des Aperitifs, sagte er der Zeitung „Blick“. Im Kanton Waadt, einer bedeutenden Weinanbauregion, gibt es Aperitifs auch schon vormittags.

Er verlange bewusst nur eine Vorschrift, deren Missachtung keine Sanktionen mit sich ziehe, sagte Gafner. „Damit er nicht gleich mit der Begründung abgelehnt wird, er gehe zu weit“. Von Alkoholtests ist auch keine Rede. Und Gafner betont: „Ich trinke Alkohol. Ich mag Waadtländer Wein, ich trinke ihn gerne, aber das ist nicht das Thema!“

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