Weniger Lateinstunden, dafür mehr Künstliche Intelligenz – wie die „Krone“ berichtet hat, soll das ab dem Schuljahr 2027/28 umgesetzt werden. Die Lehrergewerkschaft ist verärgert.
Dem Lateinunterricht in den AHS-Oberstufen soll es, wie die „Krone“ berichtet hat, ordentlich an den Kragen gehen. Dafür soll das Fach Informatik um Künstliche Intelligenz erweitert und „Medien und Demokratie“ als eigenes Fach ab dem Schuljahr 2027/28 eingeführt werden.
Die Gewerkschaft reagiert aufgewühlt. „Wir sind nicht eingebunden gewesen“, sagt Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Lehrergewerkschaft, am Donnerstagvormittag zur „Krone“. Die Reformpläne seien „ein Anschlag auf die Gymnasien“, formuliert er es drastisch.
Er spricht von einer „Mogelpackung“, da in real- und wirtschaftskundlichen Gymnasien Latein nicht Pflicht sei. Dort kann derzeit tatsächlich, wie berichtet, zwischen Latein und einer zweiten lebenden Fremdsprache gewählt werden. „Also geht es dann in der Praxis auf Kosten der Sprachen“, so Weiß. Das halte er für unausgegoren, gerade in einer zunehmend globalisierten Welt.
Zum Thema mehr KI am Stundenplan meint er: „Diese Vorgabe gab es bereits für die Entwicklung der neuen Lehrpläne.“ Zu „Medien und Demokratie“ fügt er hinzu: „Wenn man ein neues Fach will, sollte man wissen, wer es unterrichtet.“
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