„Vorsichtsmaßnahme“

Weitere Asbest-Funde: Asfinag schließt Rastplätze

Nachrichten
29.01.2026 12:36

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat im Burgenland weitere Standorte mit teils stark asbestbelastetem Material identifiziert. Betroffen sind unter anderem ein Spielplatz der Fast-Food-Kette McDonald’s in Oberpullendorf und der Rastplatz Mogersdorf an der S7 der Asfinag. Die Untersuchung erfolgte nach Hinweisen aus der Bevölkerung.

Immer weitere Kreise zieht der von Greenpeace aufgedeckte Umweltskandal, wonach über Jahre asbesthaltiges Gestein aus vier burgenländischen Steinbrüchen in Umlauf gebracht wurde.

Nach Hinweisen aus der Bevölkerung hat die Umweltschutzorganisation nun weitere Orte von einem unabhängigen Labor auf Asbest testen lassen. Das schockierende Ergebnis: Die analysierten Proben wiesen teilweise über 50 Prozent krebserregenden Asbest auf – deutlich über dem Schwellenwert von 0,1 Prozent, ab dem Material als gefährlicher Abfall gilt.

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Asbestbelastete Bereiche müssen nach Vorbild McDonald's und Asfinag sofort gesperrt werden. Dafür braucht es keine wochenlangen Luftmessungen.

Herwig Schuster, Umweltchemiker bei Greenpeace

Unternehmen vorab informiert
Die Proben stammen von den beiden gegenüberliegenden Asfinag-Rastplätzen Mogersdorf auf der S7, von einem vom Spielplatz abgegrenzten Bereich der Fast-Food-Kette McDonald‘s in Oberpullendorf, dem Businesspark Steinberg-Dörfl sowie einem Parkplatz im ungarischen Bozsok. Die betroffenen Unternehmen und Betreiber wurden über die Testergebnisse im Vorfeld informiert.

Das Land Burgenland hat eine Taskforce zur Klärung der Angelegenheit eingerichtet.
Das Land Burgenland hat eine Taskforce zur Klärung der Angelegenheit eingerichtet.(Bild: Christoph Miehl)

Die Betroffenen reagierten rasch: Die Asfinag hat den Rastplatz Mogersdorf am Donnerstasg vorläufig sperren lassen, um Risiken durch asbestbelastetes Material auszuschließen. „Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme“, wird seitens der Verantwortlichen betont. Es gehe primär um Schotter, der abeits der Straße liegt. McDonald’s Österreich reagierte ebenso prompt, laut Greenpeace soll „verdächtiger“ Schotter großzügig an den betroffenen Stellen entfernt werden.

Greenpeace fordert das Land Burgenland nun auf, Sofortmaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu ergreifen. In erster Linie müssen frei zugängliche Asbestbrocken entfernt und besonders kritische Bereiche wie Spiel- sowie Sportplätze gesperrt und erneuert werden. Geplante Luftmessungen des Landes wären zu begrüßen, „jedoch bei Weitem nicht ausreichend, um mögliche Risiken abzuwenden“. 

Die NGO empfiehlt jenen, die sich Sorgen über Asbestmaterial in ihrer Nähe machen, sich direkt an die zuständigen Bürgermeister zu wenden.

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