Mit einer flotten Idee lässt Fußballer und Spielertrainer Christopher Pinter (34) aufhorchen. Ganz im Sinne einer gesunden Lebenseinstellung will er Sporthallen in ganz Österreich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Seine Idee startet jetzt mit einer Petition voll durch.
„Sesam, öffne dich!“ Geht es nach der Vision von Christopher Pinter, soll mehr Bewegung in das Alltagsleben der Österreicher kommen. In den vergangenen 25 Jahren ist laut UNICEF-Ernährungsbericht extremes Übergewicht bei den Fünf- bis 19-Jährigen weltweit von drei auf mehr als neun Prozent angewachsen. Hierzulande lag der Adipositas-Anteil bei den Kindern im Jahr 2000 bei sechs Prozent und hat sich mittlerweile nahezu verdoppelt.
Private Nutzung erlauben
Diesem besorgniserregenden Trend will Pinter nicht tatenlos zusehen. Seine Idee hat als Grundlage eine kluge Kombination aus dem dänischen Konzept „Åben hal“ – übersetzt „Offene Halle“ –, das der Bevölkerung die private Nutzung kommunaler Sporthallen außerhalb der Vereinszeiten erlaubt, und dem norwegischen Ansatz, vielerorts Schulhallen und Sportanlagen außerhalb des Unterrichts für Freizeitaktivitäten zur Verfügung zu stellen.
„Die positiven Aspekte beginnen schon bei den Jüngsten. Ausreichend Bewegung spielt für Kinder eine wichtige Rolle beim Stoffwechsel, der Festigung der Knochen, der Entwicklung von Muskeln und Organen und noch vielem mehr“, unterstützen Allgemeinmediziner den Grundgedanken.
19.000 Unterschriften als Ziel
Mit der Petition unter openpetition.eu/at/petition/online/oeffnung-der-sporthallen startet Christopher Pinter, derzeit Spielertrainer beim UFC St. Georgen/Eisenstadt, voll durch. Der sportbegeisterte Burgenländer aus Purbach ist mit seinem Anliegen am Puls der Zeit. Innerhalb weniger Tage sind nur in seinem näheren Umfeld weit mehr als 500 Unterschriften zusammengekommen. Zumindest 19.000 sollen es bis zum Ende des Jahres sein, sozusagen als Türöffner für das Parlament.
„Sollte unsere Initiative Breitenwirkung erlangen, ist davon auszugehen, dass ein wesentlicher Beitrag zu mehr Fitness der Österreicher geleistet werden kann, und sich so die Kosten im Gesundheitssystem reduzieren lassen“, merkt Pinter vorausschauend an. Eine ganze Reihe prominenter Persönlichkeiten aus der Welt des Sports haben – vorerst inoffiziell – ihre Zustimmung zu dem gesundheitsbewussten Projekt bereits signalisiert.
Sporthalle frei zugänglich
Mit gutem Beispiel geht Schattendorf voran. „Ich bin von dieser Initiative begeistert und habe die Petition schon unterschrieben“, sagt Bürgermeister Thomas Hoffmann. Darüber hinaus macht die Gemeinde im Rahmen eines Pilotprojekts ab dem kommenden Wochenende bis Ende März die Sporthalle der Mittelschule frei zugänglich.
„Damit Freunde gemeinsam ihren Sport ausüben können, haben wir eine App vom Tennisverein übernommen, mit der die Halle zu bestimmten Zeiten von jedem genutzt werden kann“, erklärt Hoffmann. Der Anfang ist gemacht!
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