4,3 vs. 1,9 Prozent

IT-KV: Einigung lässt noch auf sich warten

Wirtschaft
23.01.2026 13:18
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach fünf Gesprächsrunden haben sich die Sozialpartner weiter nicht auf einen Kollektivvertrag 2026 für die IT-Branche geeinigt. Die Gewerkschaft hat daher Betriebsversammlungen in ganz Österreich angekündigt. Bereits am Donnerstag gab es Proteste vor der Wirtschaftskammer in Wien.

Die Gewerkschaft GPA wirft den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern vor, kein Angebot zur Erhöhung der IST-Gehälter vorgelegt zu haben. „Diese Vorgehensweise ist ein Schlag ins Gesicht aller Kolleginnen und Kollegen. Gerade für eine Branche wie die IT, die besser durch die Krise gekommen ist als die Gesamtwirtschaft und in der das Know-how und der Einsatz der Beschäftigten so zentral sind, ist das absolut inakzeptabel“, sagte GPA-Verhandlungsleiterin Sandra Steiner.

„Die Gewerkschaft betrachtet die KV-Verhandlungen offensichtlich als Match, das sie gewinnen will. Wir hingegen sehen uns als Team mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und wollen Arbeitsplätze langfristig absichern“, sagte wiederum die Arbeitgeberseite nach der geplatzten Verhandlungsrunde. Man werde sich nun mit den Betrieben abstimmen und die Gespräche fortsetzen.

Mehr als 90.000 Beschäftigte
Der neue Kollektivvertrag sollte eigentlich bereits mit Beginn des Jahres gelten, die Branche hat österreichweit mehr als 90.000 Beschäftigte. Mitte Dezember war noch von einem Angebot der Arbeitgeberseite die Rede, wonach die Mindestgehälter um 1,9 Prozent erhöht werden sollen. Das stieß laut der Gewerkschaft, die zunächst ein Plus von 4,3 Prozent forderte, auf „großes Unverständnis“. Mittlerweile haben die Arbeitnehmervertreter ihre Forderung auf 4,0 Prozent angepasst, man liegt also weiterhin weit auseinander. Erhöht werden sollten außerdem nicht nur die Mindestgehälter, sondern auch die IST-Gehaltssummen, die Lehrlingseinkommen und Zulagen.

Die Wirtschaftskammer sprach damals wiederum von „leichter Bewegung beider Seiten“. Der Personalkostenanteil betrage etwa im Bereich der Softwareentwicklung bereits bis zu 80 Prozent, es gebe daher keinen Spielraum für weitere Erhöhungen.

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