Schönste Wanderrouten

Durch die Stille der Winterlandschaft

Vorarlberg
23.01.2026 14:28

Eine sportliche Schneeschuhroute führt von Latschau über Gavadura bis zur Alpe beziehungsweise dem Berggasthof Grabs. Unterwegs genießt man die Ruhe der winterlichen Natur sowie schöne Ausblicke.

Oberhalb des Ortskerns von Tschagguns liegt Latschau auf knapp 1000 Metern Seehöhe. Der Speichersee der „illwerke vkw“ und die Talstation der Golmerbahn prägen den Ortsteil. Vor allem während der Wintermonate ist Latschau ein Ausgangspunkt für Wintersportler, die von dort aus die Gondel nehmen, um ins Skigebiet zu gelangen. Skitourengeher und Schneeschuhwanderer starten vom Wanderparkplatz ihren Weg durchs Gauertal mit dem Ziel „Lindauer Hütte“. Etwas abgeschiedener und ruhiger ist die Route, die zur Alpe Grabs (1400 Meter) sowie dem gleichnamigen Berggasthof führt. Für die Wanderung sind Schneeschuhe oder Winterwanderschuhe in Kombination mit Spikes zu empfehlen, denn ein Großteil des Weges liegt im Schatten, weshalb öfters vereiste Stellen zu passieren sind.

Tipps und Infos

Typ: sportliche Winterwanderung
Dauer: rund zwei Stunden und 40 Minuten Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Latschau
Anstieg: rund 390 Höhenmeter
Anforderung: gute Grundkondition
Ausrüstung: Schneeschuhe oder Winterwanderschuhe (mit Spikes) dem Wetter angepasste Kleidung in Schichten, bei Bedarf Tagesrucksack mit Getränk etc. Einkehrmöglichkeiten: Berggasthof Grabs (Mi Ruhetag, ansonsten warme Küche von 11.30 bis 19 Uhr, Fr und Sa bis 20 Uhr)
Öffentliche Verkehrsmittel: Buslinie 605 von Bahnhof Schruns oder Gemeindeamt Tschagguns bis Kraftwerk Latschau

Vom Parkplatz wandert man zuerst auf dem präparierten Pfad entlang des Waldrands bis kurz vor das Hotel Montabella. Nun geht es für ein paar Meter entlang der einspurigen asphaltieren Straße, dann biegt man links ab . Die Strecke führt vorbei am historischen Sägewerk „Mülli-Fredi“ und weiter über den rauschenden Rasafeibach. Man befindet sich nun auf dem Gafazutweg, den man aber bald wieder verlässt, um der pinken Markierung nach rechts zu folgen, die die Schneeschuh-Route ausweist. Der Pfad ist nicht präpariert – man tritt also sprichwörtlich in die Spuren der Vorgänger. Über einen schneebedeckten Wiesenhang geht es steil bergab.

Zwischen den Wolken ragt das Wahrzeichen, des Montafons, die Drei Türme, heraus.
Zwischen den Wolken ragt das Wahrzeichen, des Montafons, die Drei Türme, heraus.(Bild: Rubina Bergauer)
Die Kälte hat für tolle Eisformationen gesorgt.
Die Kälte hat für tolle Eisformationen gesorgt.(Bild: Rubina Bergauer)

Vorbei an einem kleinen Maisäß geht es immer weiter aufwärts. Ein Blick zurück offenbart eine Panoramaaussicht auf Latschau und den Stausee. Danach schlängelt sich der Weg durch den Wald und führt schließlich auf einen weiteren schnee- und eisbedeckten Hang, auf dem abgeschieden der Gavadura Maisäß steht. Die Aussicht aufs Montafon ist beeindruckend, ebenso die Ruhe, die über der Landschaft liegt.

Viele Faktoren lassen die Landschaft leiser wirken
Das Phänomen der winterlichen Stille wird durch physikalische, ökologische und auch wahrnehmungsbezogene Faktoren hervorgerufen. Schnee überdeckt Details: Felder, Wege, Steine und Strukturen verschwinden unter einer gleichmäßigen Oberfläche. Die Landschaft wirkt auf diese Weise klarer, geordneter, fast reduziert – was als ruhig wahrgenommen wird. Winterliches Licht ist zudem flacher, die Sonne steht tief und kreiert lange Schatten, Farben wirken zurückhaltender. Zudem besteht frischer Schnee (den man momentan allerdings vergeblich sucht) aus vielen kleinen Luftkammern. Diese absorbieren Schall, statt ihn zu reflektieren. Schritte, Verkehr oder Stimmen werden gedämpft, so wirkt die Umgebung akustisch leiser. Eine Winterwanderung bietet daher auch eine gute Möglichkeit zur Entschleunigung.

Bald nach dem Gavadura-Maisäß gelangt man schließlich auf die winterliche Forststraße und folgt dieser über die letzten Höhenmeter bis nach Grabs. Dazwischen erhascht man durch die Baumreihen immer wieder einen schönen Ausblick auf die majestätische Gipfelformation der Drei Türme. Nach einer Einkehr im Berggasthof kann man noch weiter zur Lindauer Hütte wandern – was allerdings rund drei Stunden in Anspruch nimmt. Wer wieder zurück nach Latschau möchte, kann zwischen verschiedenen Routen wählen.

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