„Alles schiefgegangen“

Musiker Phil Collins benötigt 24-Stunden-Betreuung

Society International
22.01.2026 11:16

Am 30. Jänner feiert Phil Collins seinen 75. Geburtstag. Kurz vor seinem „Halbrunden“ sprach die Musiklegende jetzt ganz offen über seine schweren gesundheitlichen Probleme und verriet: Er braucht rund um die Uhr Betreuung.

Schon im März 2022 verabschiedete sich Phil Collins von der Bühne. Der Grund: gesundheitliche Probleme. Im Interview mit dem BBC-Podcast „Eras“ erklärte der Musiker nun, dass er kurz vor seinem 75. Geburtstag auf Hilfe angewiesen sei.

„Andauerndes Problem“
„Es ist ein andauerndes Problem. Ich habe eine Krankenschwester, die rund um die Uhr bei mir wohnt und darauf achtet, dass ich meine Medikamente wie vorgeschrieben einnehme“, schilderte Collins. Eine gesundheitliche Tortur, die mit Problemen mit dem Knie begonnen hätte. „Alles, was schiefgehen konnte, ist schiefgegangen“, seufzte die Musiklegende.

Denn eigentlich wollte der ehemalige Genesis-Star nach der letzten Tour sein Leben abseits der Bühne genießen. „Ich dachte: Jetzt mache ich all die Dinge, die ich vorher nicht machen konnte.“ Doch es kam anders.

Monatelang im Spital
Der Brite, der mittlerweile in der Schweiz lebt, musste Monate im Spital verbringen, hatte bislang fünf Knie-Operationen. „Aber jetzt habe ich ein funktionierendes Knie und kann laufen, wenn auch nur mit Krücken.“

Doch nicht nur die Probleme mit dem Knie warfen den Musiker gesundheitlich aus der Bahn. „Die letzten Jahre waren schwierig, interessant und frustrierend“, schilderte er. „Ich habe mich im Krankenhaus mit Corona infiziert. Meine Nieren begannen, zu versagen. Alles schien gleichzeitig aufeinanderzutreffen.“

Seit zwei Jahren abstinent
Auch an einer Bauchspeicheldrüsenentzündung habe er gelitten. Über die Gründe sprach er nun offen. Er habe „zu viel getrunken“, gab Collins zu. Seine gesundheitlichen Probleme waren ein Weckruf: Seit zwei Jahren habe er dem Alkohol abgeschworen, erklärte der Musiker.

In die Zukunft blicke er aber trotz allem positiv. „Ich bin noch nicht tot“, sagte er. Er hoffe, bald wieder „mobil und gesund“ zu werden. Und vielleicht dürfen sich Phil Collins‘ Fans bald auch über neue Musik freuen. Er könne sich nämlich vorstellen, bald wieder im Tonstudio „zu sehen, ob noch mehr Musik in mir steckt“.

Einiges sei noch „unvollendet“ oder „nie fertiggestellt“ worden, manches sogar „fertiggestellt“, so Collins, „also gibt es vielleicht noch Leben in dem alten Hund. Sag niemals nie.“

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