Der Vorarlberger Landesenergieversorger Illwerke-VKW setzt seine Einkaufstour in Deutschland fort. Jüngst wurden die Kaufverträge für zwei neue Windparks unterschrieben, die Übernahme soll Ende 2027 erfolgen.
Seit einigen Jahren kaufen sich die Illwerke-VKW ganz gezielt in Windkraftanlagen in Deutschland ein. 2023 sind die ersten drei Windparks beim großen Nachbarn in Betrieb genommen worden. Ambitioniertes Ziel des Vorarlberger Landesenergieversorgers ist es, das Windkraft- und Photovoltaik-Portfolio bis zum Jahr 2030 auf einen Jahresenergieertrag von rund 500 Millionen Kilowattstunden auszubauen, bis 2040 soll die Marke von einer Milliarde Kilowattstunden geknackt werden.
Vier Windparks bereits in Betrieb
Aktuell betreiben die Illwerke in Deutschland vier Windparks mit insgesamt 14 Windrädern – und zwar am Wintersteinchen (Saarland), in Rapshaggen (Brandenburg), in Völkersen (Niedersachsen) und am Schneeberg (Rheinland-Pfalz). Bald werden zwei weitere Windparks in Niedersachsen dazukommen: Die beiden Standorte mit insgesamt 13 Windenergieanlagen befinden sich in unmittelbarer Nähe des 2023 in Betrieb genommenen Windparks Völkersen und haben eine Gesamtnennkapazität von 93 Megawatt.
Strom für 66.000 Durchschnittshaushalte
Die schlüsselfertige Übergabe ist für Ende 2027 geplant. Die Kaufverträge mit der Bremer Energiekontor AG, die auch für die technische und kaufmännische Betriebsführung in Völkersen zuständig ist, wurden bereits im Dezember 2025 unterzeichnet. Die Anlagen in den beiden neuen Windparks Haberloh und Heidkrug haben eine beeindruckende Nabenhöhe von knapp 170 Metern und einen Rotordurchmesser von immerhin 162 Metern. Für das erste volle Betriebsjahr wird ein Ertrag von insgesamt rund 220 Gigawattstunden erwartet – damit könnte rein rechnerisch der Strombedarf von über 66.000 durchschnittlichen Haushalten abgedeckt werden. Zum Kaufpreis haben die Illwerke keine Angaben gemacht.
Kerngeschäft bleibt Spitzenstrom
Trotz der „grünen Offensive“ in Sachen Windkraft und Photovoltaik wird das Kerngeschäft der Illwerke der Betrieb der eigenen Pumpspeicherkraftwerke im Süden Vorarlbergs bleiben. Diese ermöglichen es, die natürlichen Schwankungen von Wind- und Sonnenenergie auszugleichen – ein Thema, welches an Dringlichkeit gewinnen dürfte. Aus diesem Grund wollen die Illwerke das geplante Megaprojekt Lünersee II, welches auch international neue Standards setzen soll, so schnell wie möglich realisieren – die Investitionskosten sind mit rund zwei Milliarden Euro veranschlagt.
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