Das Wien Museum startet im Februar mit dem umfangreichen Porträt der Donauinsel ins neue Ausstellungsjahr. Weiter Schwerpunkte sind die Aufarbeitung des Nachlasses von Anton Peschka sowie eine ode-Schau zum Thema Farben. Gekürzte Budgets parallel zur Schließung von Außenstellen.
Auch das Museum der Stadt Wien muss sparen. Die Subventionen gehen 2026 zurück. Im laufenden Jahr um 1,3 Million Euro auf 28,4 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Die Konsequenz sind die (vorübergehende) reduzierte Öffnung bzw. Schließung einzelner kleinerer Standorte.
So sollen neben verkürzten Saisonen in mehreren Zweigstellen ab 1. Jänner Schuberts Sterbewohnung und ab 2. März das Haydnhaus, die Johann Strauss Wohnung und der Neidhart Festsaal für zwei Jahre geschlossen bleiben. Beim Personal lässt man Kurzzeiteinstellungen auslaufen, so kaufmännische Chefin des Hauses, Christina Schwarz. Auch die Türen von Schuberts Geburtshaus bleiben zu, allerdings wegen Renovierung. Die Wiedereröffnung mit einer neuen Dauerausstellung ist für Jänner 2028 vorgesehen, wenn sich der Todestag des Komponisten zum 200. Mal jährt.
Unikate und große Söhne
Im Haupthaus am Karlsplatz geht Direktor Matti Bunzl seinen Weg weiter, „die Stadt Wien in allen ihren Facetten sichtbar zu machen – historisch und in der Gegenwart“. Als erste Ausstellung erzählt das Museum ab März mit „21 Kilometer Freiraum“ die Geschichte der Donauinsel vom technisch gedachten Hochwasser-Projekt zum beliebten Freizeitparadies. Im April arbeitet das Haus am Karlsplatz den Nachlass des Malers Anton Peschka, dem Schwager von Egon Schiele, auf. Der Herbst wird bunt, wenn „Farbenspiel“ über Mode die Geschichte der Bedeutung von Farben erzählt. Eine Franz-West-Schau schließlich zeigt den „Weltkünstler als ein Kind dieser Stadt“ – in Ergänzung zu einer großen Werkschau in der Albertina modern.
In die Gegenwart blickt die Reihe in der Community Gallery. Die Schau „Jedenfalls ist es Liebe“ beschäftigt sich ab Juni dann mit der Geschichte und Bedeutung des heutigen Veranstaltungsortes Arena. Dazu porträtieren zwei Ausstellungen das lateinamerikanische Wien sowie Menschen mit Down Syndrom.
Das musa für Wiener Gegenwartskunst soll nach den beiden letzten von dem sich in die Pension verabschiedenden Berthold Ecker kuratierten Ausstellungen „neu gedacht und neu belebt werden“, hieß es.
Reger Zuspruch beim Publikum
Das Wien Museum nutzte die Programmvorschau auch für einen Rückblick: 596.657 Besucher zählte man im vergangenen Jahr, berichtete das Leitungsteam. Damit bleibe man „auf hohem Niveau“. Seit der Wiedereröffnung am 6. Dezember 2023 haben 1,3 Millionen Personen das Wien Museum besucht. 2025 waren es im Vergleich zu 2024 um rund 47.000 weniger, der Rückgang sei allerdings auf den überdurchschnittlich großen Zustrom in den ersten vier Monaten nach dem Re-Opening zurückzuführen, so Bunzl.
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