Das angestrebte Sanierungsverfahren gegen das Metallunternehmen Tirometall GmbH aus dem Tiroler Unterland ist offenbar gescheitert. Der im Raum stehende Investor soll sich kurzfristig zurückziehen. Der Sanierungsplan kann damit nicht umgesetzt werden. Nun dürfte das Unternehmen im Rahmen eines Konkursverfahrens liquidiert werden.
Noch im Februar hatte man sich mit den Gläubigern auf ebenjenen Plan geeinigt, teilte der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) am Mittwoch mit. Mit dem Rückzug des Investors kann einer von fünf im Sanierungsplan enthaltenen Punkten nicht erfüllt werden. Damit sei dem Sanierungsplan die gerichtliche Bestätigung zu versagen, schrieb der AKV in einer Aussendung.
Der Investor hat sich kurzfristig zurückgezogen und die zugesagten Finanzmittel nun doch nicht zur Verfügung gestellt.
Der Alpenländische Kreditorenverband
Der AKV geht davon aus, dass sich die Passiva nun wegen Schadenersatzforderungen und Dienstnehmeransprüchen erheblich erhöhen. Zuletzt waren 11,3 Mio. Euro von insgesamt mehr als 16 Mio. Euro Forderungen anerkannt worden. Im Rahmen des Konkursverfahrens werde nun sämtliches Vermögen zu verwerten und alle Forderungen von der Insolvenzverwalterin zu betreiben sein. Eine Quotenprognose sei derzeit nicht möglich.
37 Dienstnehmer sind betroffen
Das Tiroler Metallunternehmen mit Sitz in Langkampfen (Bezirk Kufstein) hatte Mitte August des vergangenen Jahres einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht Innsbruck eingebracht. Damals war zur avisierten Fortführung des Unternehmens auf einen finanzstarken Investor verwiesen worden.
Als Gründe für die Insolvenz wurden die Verzögerung bei einer Übersiedlung des Betriebsstandortes und eine allgemein schlechte Marktentwicklung im Vorjahr genannt. 37 Dienstnehmer waren von der Insolvenz betroffen.
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