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PVA-Gutachten: Die Erfahrungen der „Krone“-Leser

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11.03.2026 14:32

Eine aktuelle Studie wirft ein schlechtes Licht auf die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) und deren Begutachtungsprozesse. Betroffene berichten von belastenden und willkürlichen Gutachten. Was die „Krone“-Leser selbst erlebt haben, lesen Sie hier. 

Eine neue Studie der Arbeiterkammer Oberösterreich zeigt deutliche Missstände im Begutachtungsprozess der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) auf. Viele Betroffene berichten von respektlosen, voreingenommenen und teilweise entwürdigenden Erfahrungen bei medizinischen Untersuchungen. Laut Studie empfinden 70 % der Antragsteller für Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeitspension die Begutachtungen als wenig oder gar nicht respektvoll; bei Pflegegeldanträgen sind es 42 %.

Häufig ist von einem „kasernenartigen Ton“, Anschreien, unpassenden Fragen oder gar Unterstellungen die Rede, man würde gesundheitliche Probleme nur vortäuschen. Das zeigen auch Erfahrungsberichte aus der „Krone“-Community. 

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Optiphot
Das ist in anderen Bundesländern ganz genauso! Ein Gutachter hat mir die Mindestanforderungen geschildert: Ein einbeiniger Mensch im Rollstuhl, der noch 3 Finger einer Hand bewegen kann, denn damit kann er telefonieren und noch als Portier arbeiten.
Ich musste wegen langer Krankenstandsdauer um Erwerbsunfähigkeitspension ansuchen. Die Verhandlung war für 15 Minuten anberaumt. Davon wurden 10 Minuten für die Genehmigungen der Gutachter-Honorare verwendet, die allesamt durchgewunken wurden und die die PV zu zahlen hat. Das ist für die PV aber immer noch billiger, als zu viele Leute in Frühpension zu schicken. Alte Weisheit für die Gutachter: Beiße nie in die Hand, die dich füttert!
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KroneLeser1928917
In meinem Fall , 4facher Bandscheibenvorfall , und schon 3 Monate im Krankenstand , die mich untersuchende Ärtztin , konnte mit den zur Untersuchung verlangten CT Bildern überhaupt nicht anfangen , mußt ihr erst erklären dass Sie diese falsch herum hält , dann sollte ich auf einem Bein stehen um ihr s zuzeigen ob ich mein Gleichgewicht halten kann , Kniebeugen machen , auf Zehenspitzen tänzeln , ich hab ihr dann Klargelegt dass ich weder ein Storch noch ein Ballettänzer bin sondern Aufgrund meiner Schmerzen dazu nicht in der Lage bin , worauf sie dann ein SIMULANT murmelte , nachdem ich dann ihren Chef zu einem Gespräch verlangt habe , wurde mir die Reha genehmigt , sehr zum Missmut der Ärtztin. Geschehen vor 15 Jahren , es hat sich also nichts geändert wie ich da so lese.
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Der-Kritische
Meine Untersuchung war auf 8:00 Uhr angekündigt, Wartezeit 5 Min. habe um 8:15 Uhr das Gebäude wieder verlassen können.
Fragen über die Identität dauerte am längsten, dann Fragen über den Gesundheitszustand nach einen Schlaganfall. Auf die Liege setzen linkes und rechtes Knie den Reflex getestet, dann noch 4 Schritte gehen und wieder anziehen und fertig. Sie hören von uns. Gehört hatte ich wieder etwas als da Krankengeld nach 78 Wochen ausgelaufen war. Das war die Untersuchung von einer ganz jungen Ärztin.
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Manche „Krone“-Leser weisen jedoch darauf hin, dass Gutachter nicht ohne Grund oft voreingenommen sind. Zu viele Menschen würden versuchen, das System auszunutzen um an Geld zu kommen.

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Radla
Wird wohl nicht ohne Grund sein! Es gibt leider sehr viele Menschen, die unser System ausnutzen.
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Sepp3663
Ich war selbst jahrelang als Gutachter tätig; die meisten Ansuchen waren berechtigt. An einen Fall erinnere ich mich noch sehr gut: Ein Proband, der bereits von einer anderen Stelle eine Berentung hatte, erklärte mir, er brauche mehr Geld, damit er seinen Sohn beim Bauen unterstützen könne. Sie Zustand war aber über Jahre stabil, es gab keine Verschlechterung. Natürlich war der Bescheid negativ. Soviel zur Forderungs-Mentalität.
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Haben Sie selbst Erfahrungen mit PVA-Gutachten gemacht? Wie sollte Ihrer Meinung nach ein fairer und respektvoller Begutachtungsprozess aussehen? Wir sind gespannt auf Ihre Meinungen und Erzählungen in den Kommentaren!

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