Nach dem jüngsten Eklat – US-Präsident Donald Trump hat seinen französischen Amtskollegen Emmanuel Macron mit Horror-Zöllen gedroht – schlägt der Franzose nun ein Treffen der G7-Staaten zu mehreren geopolitischen Themen in Paris vor. Daran könne auch Russland teilnehmen. Wenig später ruderte Macron aber wieder zurück.
Trump verfolgt außenpolitisch vehement seine „America-First“-Doktrin und ist aktuell vor allem in der Grönland-Frage auf Konfrontation zu den NATO-Partnern in Europa. Macron versucht nun, zu besänftigen. Die Zusammenkunft solle am Donnerstag in Paris stattfinden, so Frankreichs Staatschef am Dienstag in einer Kurznachricht an Trump, die dieser veröffentlichte.
„Mein Freund, wir sind auf einer Linie mit Blick auf Syrien. Wir können Großes vollbringen im Iran. Ich verstehe nicht, was Du in Grönland tust“, schrieb Macron demnach an Trump. Macrons Umfeld bestätigte die Echtheit der Message an den US-Präsidenten.
Mein Freund, wir sind auf einer Linie mit Blick auf Syrien. Wir können Großes vollbringen im Iran. Ich verstehe nicht, was Du in Grönland tust.

Emmanuel Macron
Bild: AFP/TOM NICHOLSON
Macron nahm damit Bezug auf die jüngsten Kämpfe zwischen Regierungsarmee und Kurdenmilizen in Syrien, die Niederschlagung friedlicher Massenproteste durch das Mullah-Regime im Iran und den US-Plan, das autonome, zum NATO-Partner Dänemark gehörende Grönland zu kaufen oder mit militärischer Gewalt zu annektieren. Auch Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine würde wohl aufs Tapet gebracht.
Absage wegen EU-Sondergipfel?
Macron schlug dem US-Präsidenten vor, im Anschluss an das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos, wo Trump am Mittwoch eine Rede hält und Beratungen zur Grönland-Frage abhält, das G7-Treffen in der französischen Hauptstadt zu organisieren. „Ich kann die Ukrainer, die Dänen, die Syrer und die Russen am Rand einladen“, schrieb Macron. Zum Abschluss lud er Trump zum Abendessen in Paris ein. Dieses wäre zeitlich mit dem EU-Sondergipfel in Brüssel zusammengefallen. „Es ist kein Treffen geplant“, sagte Macron dann auch am Dienstag in Davos.
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