Mit dem Streit um die Arktis-Insel Grönland steht auch möglicherweise ein neuer Zollkrieg vor der Tür, für den sich die Europäische Union als gewappnet sieht. Präsident Donald Trump plant, gegen die Unterstützer Grönlands mit Zöllen vorzugehen.
Der Konflikt um die autonome, zu Dänemark gehörende Insel ist eine Facette reicher: Die EU will nun mit Gegenmaßnahmen auf Trumps angekündigte Strafzölle reagieren.
Ein Sprecher der EU-Kommission bestätigte, dass bereits ab 7. Februar Sonderzölle der EU auf Einfuhren von Waren aus den USA im Wert von 93 Milliarden Euro (108 Milliarden US-Dollar) fällig werden könnten. Vorbereitet sei die Europäische Union schon seid letztem Jahr, da die Abgaben im Rahmen des Zollkonflikts 2025 vorbereitet wurden. Diese würden automatisch gelten, falls die derzeit bis zum 6. Februar befristete Aussetzung nicht verlängert wird.
Motorräder, Rindfleisch und Whiskey würden teurer
Betroffen von den EU-Ausgleichszöllen wäre eine lange Liste mit Industrie- und Agrarprodukten wie zum Beispiel Flugzeugen, Motorrädern, Rindfleisch, Whiskey oder Zitrusfrüchten. Die Maßnahmen hätten im vergangenen Sommer in Kraft treten sollen, wenn die USA angedrohte Zölle in Höhe von 30 Prozent auf die Einfuhr europäischer Produkte eingeführt hätten. Stattdessen einigte man sich auf einen Basiszollsatz von 15 Prozent und die Verordnung zu den Gegenzöllen wurde vorerst für sechs Monate ausgesetzt.
Druck auf europäische Länder
Die neuen Zollpläne des US-Präsidenten sehen vor, ab dem 1. Februar Strafzölle in Höhe von zehn Prozent auf Importe aus acht europäischen Ländern zu verhängen. Donald Trump will damit den Widerstand gegen einen Verkauf der zu Dänemark gehörenden Insel Grönland an die Vereinigten Staaten brechen. Die Regierung in Kopenhagen schließt ein solches Geschäft bisher aus und wird dabei aktiv von mehreren europäischen Staaten unterstützt.
Die Zölle sollen nun diejenigen treffen, die jüngst symbolisch Soldaten nach Grönland entsendet hatten. Neben Dänemark und Deutschland waren das unter anderem Frankreich, Großbritannien und die Niederlande.
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