Familiäre Sorgen treiben den Star-Dirigenten um. Sein Sohn engagiert sich öfter als kontroverser Aktivist anstatt als Geiger in seinem Orchester. Einen Auftritt bei den Salzburger Festspielen wird es für den beliebten Dirigenten und seine Musiker heuer nicht geben.
Seite an Seite bereisten Star-Dirigent Daniel Barenboim und sein Sohn und Geiger Michael Barenboim einst die Welt. Viel bejubelte Tourneen mit dem gemeinsamen West-Eastern Divan Orchestra führten die beiden Musiker jüdischer Herkunft rund um den Globus. Damit ist nun aber Schluss. Denn anstatt sanfter Geigenklänge trägt Barenboim Junior derzeit lieber radikale politische Parolen vor.
Jeden Tag Videos mit kontroversen Parolen
Der 41-jährige Sohn von Maestro Daniel Barenboim setzt sich seit rund anderthalb Jahren als propalästinensischer Aktivist ein. In seinen Ausführungen wird er dabei immer extremer. Fast im täglichen Rhythmus teilt er auf seinem Instagram-Kanal politische Videos und Botschaften. Auch zur Teilnahme an Pro-Palästina-Demonstrationen rief er mehrfach mit auf. Michael Barenboim ist fest überzeugt: „Israels Völkermord ist der Versuch, Palästinas Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu zerstören“. Auch sein derzeitiges Heimatland Deutschland sei mitschuldig an den dortigen Kriegsverbrechen.
Schwerwiegende Anschuldigungen, die für Papa Daniel Barenboim nicht nur eine große persönliche, sondern auch eine berufliche Zerreißprobe darstellen. Mit seinem Aktivismus stellt sich Michael Barenboim nämlich auch gegen die Werte des West-Eastern Divan Orchestra. Dieses will friedlich Brücken zwischen den unterschiedlichen Kulturen bauen.
In Salzburg wird es dazu heuer keine Möglichkeit geben. Erstmals seit Jahren steht im Sommer 2026 kein Konzert des beim Salzburger Publikum äußerst beliebten Barenboim Orchesters bei den Festspielen am Programm.
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