Die auf mehrere Jahre ausgelegte finanzielle Kooperation zwischen Katar und den Salzburger Osterfestspielen könnte ins Wanken kommen. Erst vergangenes Jahr war der Golfsaat erstmals als Premium-Partner bei dem Kulturfestival in Erscheinung getreten.
Nicht nur mittlerweile allseits berühmt und berüchtigte Influencer setzen auf die finanziellen Vorteile der Golfstaaten. Auch die Osterfestspiele pflegen einen engen Kontakt in die Gegend rund um den Persischen Golf. Genauer gesagt nach Katar. Der Grund: Der Wüsten-Staat ist seit vergangenem Jahr Hauptsponsor des Salzburger Kulturfestivals.
Euphorisch applaudierte eine Delegation des katarischen Tourismusverbandes der Opern-Premiere von „Chowanschtschina“ im April 2025. Katars Tourismus-Chef Saad Bin Ali Al Kharji war vor knapp einem Jahr für den Auftakt der Osterfestspiele extra gemeinsam mit Komponistin Dana Al Fardan aus dem Golfstaat nach Salzburg gereist.
Der Auftrag neben dem Kunstgenuss: die kulturelle Vernetzung. „Noch bevor wir in Katar all diese Hochhäuser gebaut haben, hat sich unser Land immer schon um die Verbindung von Kulturen bemüht. Dieses Bestreben wollen wir nun auch in Salzburg fortsetzen“, erzählte Al Fardan der „Krone“ damals im Rahmen der Premierenfeier.
Zu feiern gibt es bei den Katarern mittlerweile nichts mehr. Auch sie sind neben etlichen anderen Golfstaaten seit dem 28. Februar ins Fadenkreuz des Iran-Krieges geraten.
„Wir Salzburger Osterfestspiele denken an unsere Partner in Katar und stehen in ständigem Kontakt mit unseren Freunden vor Ort. Aufgrund der aktuellen Lage ist leider unklar, ob wir 2026 Gäste aus Katar zu den Festspielen begrüßen dürfen“, heißt es seitens des Salzburger Festivals.
„Partnerschaft ist über mehrere Jahre angelegt“
Fraglich auch, ob Katar nicht künftig generell Krieg der Kultur vorziehen muss. Denn Verteidigungsmaßnahmen kosten Geld. „Die Partnerschaft zwischen den Osterfestspielen und Visit Qatar ist allerdings über mehrere Jahre angelegt und geplant“, gibt man sich seitens der Osterfestspiele zurzeit noch zuversichtlich. Ob sich diese Pläne jedoch genau so in die Tat umsetzen lassen werden, bleibt fraglich.
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