Seuchenbekämpfung

„Hunde sind viel effizienter als Menschen“

Salzburg
06.03.2026 17:30

Das Land Salzburg hat seit Donnerstag seine ersten vier Kadaver-Suchhunde. Diese werden künftig tote Wildschweine aufspüren. Die Gefahr durch die Schweinegrippe soll somit eingedämmt werden. Die Prüfung fand am Donnerstag in der Antheringer Au statt.

„Super Loisi, gut gemacht“, lobt Alois Russegger seine vierjährige Hündin Aloysia. Die Labrador-Retriever-Hündin hat soeben ihre Prüfung zum Kadaver-Suchhund bestanden. Auf einem ein Hektar großen Areal mussten zwei präparierte Wildschwein-Kadaver innerhalb von 40 Minuten gefunden werden. Die Hündin schaffte es in 13 Minuten. „Nervös war ich nicht. Ich bin schon seit 47 Jahren Hundeführer. Auch beim Bundesheer schon“, sagt der 67-jährige Russegger stolz. Das Duo ist eines von vier, welches in der Antheringer Au erfolgreich die Prüfung bestanden hat und jetzt für fünf Jahre im Dienste des Landes tote Wildschweine aufspüren kann. „Das ist vor allem zum Schutz vor Seuchen wichtig“, erklärt Salzburgs Landesveterinärdirektor Peter Schiefer. Die Ausbildung hat

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Wir müssen Seuchenherde schnell erkennen, eingrenzen und ausmerzen. Hunde sind bei der Findung von den Kadavern hundertmal effizienter als Menschen.

Landesveterinärdirektor Peter Schiefer

knapp ein Jahr gedauertDabei geht es um die afrikanische Schweinegrippe, die Wildschweine treffen kann und die Tiere schnell daran verenden. Von diesen könnte sie auch auf Hausschweine übertragen werden. „Seuchenherde müssen wir daher schnell erkennen, eingrenzen und ausmerzen“, so Schiefer. Denn auch nach dem Winter, wenn ein Kadaver wieder auftaut, ist dieser immer noch hochinfektiös.

Bezahlt wurde die Ausbildung vom Land Salzburg. „Das hat insgesamt 7500 Euro gekostet. Dafür stehen sie die nächsten fünf Jahre bereit“, erklärt Landesrat Maximilian Aigner (ÖVP). Es sind die ersten ausgebildeten Hunde in Salzburg. Was alle gleich haben: Die jetzigen Suchhunde sind auch zuvor ausgebildete Jagdhunde.

In einem Verfahren wurden die fünf Teams ausgewählt. „Wir haben im vergangenen Mai mit der Ausbildung begonnen“, sagt Russegger. Dann hat das harte Training für Hunde und Besitzer begonnen. Jede Woche wurde geübt, was sich jetzt sichtlich ausgezahlt hat. Lediglich eines der fünf Duos, die angetreten sind, muss die Prüfung noch einmal wiederholen.

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