„Die Mutter aller Bausperren“, ein riesiges Grundstück in Innsbruck-Amras, kann nun doch fast wie geplant verbaut werden. Die Stadt und der Investor haben sich auf ein spektakuläres Projekt geeinigt. Die „Krone“ kennt die Details.
Große Aufregung bei Nachbarn in Amras und bei Gemeinderäten der Stadt Innsbruck verursachte in den vergangenen zwei Jahren ein Bauprojekt von Immobilien-Investors Markus Schafferer gemeinsam mit ubm Development, einer österreichweit tätigen Aktiengesellschaft.
Gemeinsam wollte man auf dem rund 8000 Quadratmeter großen Grundstück eine Wohnanlage mit 180 Einheiten entwickeln. Die Nachbarn schlugen ob der verdichteten Bauweise Alarm, die Stadtregierung witterte ein „Betongold-Projekt“ – und verhängte nicht nur über dieses Grundstück eine Bausperre, sondern gleich auch für 77 weitere – Gesamtfläche 100.000 Quadratmeter. Ziel war und ist es immer noch, das private Bauland einer teils gemeinnützigen Verwertung zuzuführen. Dies ist nun offenbar auf eben jenem Grundstück in Amras gelungen.
Für die hohe Nachfrage am Wohnungsmarkt können wir mit diesem Projekt auch preiswertes Eigentum anbieten.

Gerhard Schöffthaler, NL-Leiter UBM West
Bild: Christof Birbaumer
Die entscheidenden Beschlüsse in den Gremien und der Aufsichtsbehörde stehen noch aus, dürften aber nur Formsache sein.
Tigewosi als „Türöffner“: 35 Wohnungen gefördert
Genehmigungsfähig wurde das Projekt nun durch die Hereinnahme des gemeinnützigen Wohnbauträgers Tigewosi. Diesem verkaufte der Investor einen Teil der Fläche zum Vorzugspreis. Knapp 3000 Euro zahlte man ursprünglich für das Bauland, das Jahrzehnte landwirtschaftlich genutzt wurde. Die Tigewosi bekam es um weniger als die Hälfte. Auf der Fläche errichtet sie im nördlichen Teil einen eigenen Baukörper mit 35 objektgeförderten Einheiten im Mietkauf-Modell. Zusätzlicher öffentlicher Mehrwert entsteht durch 660 Quadratmeter für drei Kindergarten-Gruppen plus 600 Quadratmeter Spielplatz.
BM Anzengruber: „Hier ist uns durchaus etwas gelungen“
Die anderen fünf Baukörper sind für den privaten Wohnbau reserviert, 135 Wohnungen werden errichtet. Die Stadt plant für diese eine Hauptwohnsitzpflicht. Die vor zwei Jahren genannten Quadratmeterpreise von 7000 Euro sind nicht mehr gültig, wie ubm-Projektleiter Gerhard Schöffthaler erläutert: „Bedingt durch die Verzögerungen sind es jetzt 20 bis 30% mehr.“ Das Investitionsvolumen beträgt rund 70 Millionen Euro.
„Bei ,AmrasNext’ ist uns etwas gelungen. Es hat sich gezeigt, dass der konstruktive Weg Früchte trägt. Wir haben die Liegenschaft kooperativ entwickelt – sozial verträglich, mit öffentlichem Mehrwert“, betonte Stadtchef Johannes Anzengruber (JA).
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