Im Zentralraum von Oberösterreich gibt’s derzeit vermehrt Sichtungen von Wölfen – nicht alle sind belegt, aber in Hörsching ein unwiderlegbares Foto. Ortsunkundige Tiere sind auch in der Nähe von Siedlungen unterwegs, sie sollen aber nur auf der Durchreise sein.
Wolfssichtungen – beide am selben Tag Anfang Jänner – sorgten in Ottensheim und Hörsching für Aufmerksamkeit. Nur fünf Tage später folgte die nächste Meldung aus Ampflwang. „Es könnte sich dabei um ein und dasselbe Tier handeln“, sagt der oö. Landesforstdirektor und Wolfsexperte Gottfried Diwold. Aktuell seien vor allem Einzelwölfe unterwegs – Tiere, die ihr Rudel verlassen mussten oder auf der Suche nach einem neuen Revier sind.
Kälte ist für Wölfe kein Problem
Mit der Kälte der vergangenen Tage hätten die Wölfe kein Problem, und der aktuell ungewöhnlich schneereiche Winter würde keine Wanderungen von Wölfen von den höheren Lagen des Mühlviertels in die Niederungen erzwingen.
In Hörsching machte ein Jäger ein Foto jenes Einzelgängers, der weitergezogen ist. Auch in Hofkirchen/T. ließ sich ein Wolf fotografieren. „Im Frühling haben wir immer eine Spitze an Sichtungen, weil ortsunkundige Wölfe auch außerhalb der Wälder unterwegs sind“, so Diwold.
Ziege und Rind gerissen
Inzwischen ist auch der Gen-Abgleich eines am 11. Dezember in Pierbach gerissenen Kalbes fertig: Fuchs-DNA. Zwei Tage nach dem Riss gab es aber hier die Sichtung eines Wolfes. In Kirchham und Schörfling wurden Ende 2025 eine Ziege und ein Rind gerissen – hier sind die Analysen ausständig.
Bis zu neun Clans im Böhmerwald
Fix ist, dass sich der Wolf in und an der Grenze zu Oberösterreich etabliert hat. So gibt es im Dreiländereck im Mühlviertel ein zweites Rudel und im gesamten Böhmerwald geht man von acht bis neun Clans aus. Und die schicken die ein- bis zweijährigen Jungtiere fort, die dann auf der Suche nach Partnern und eigenem Revier herumirren.
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