Arme Katze gefunden

Tierschützer fordern Ausweitung der Chippflicht

Oberösterreich
05.03.2026 12:20
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Eine zutrauliche, aber vollkommen verwahrloste Katze wurde am Dienstag bei der Pfotenhilfe in Lochen abgegeben. Die Tierschützer nehmen das zum Anlass, um erneut eine Ausweitung der Chippflicht für Freigänger zu fordern. Ohne sei eine Zuordnung nahezu unmöglich.

Seit einer Woche beobachteten Anrainern im Palting eine schwarze, scheinbar herrenlose Katze. Sie brachten das Tier zur Pfotenhilfe Lochen, wo es bis dato versorgt wird. „Die Katze hat keinen Schwanz und das Fell am Rücken war vollkommen verfilzt und verklebt, weswegen sie bei der Aufnahmeuntersuchung geschoren werden musste. Die Katze ist zutraulich und freundlich, weswegen wir davon ausgehen, dass sie einen Halter hat. Wir haben sie Clara genannt und sind für Hinweise auf den Halter dankbar“, so Chefin Johanna Stadler.

Chippflicht gefordert
Das Fundtier nehmen die Tierschützer zum Anlass, einmal mehr eine Ausweitung der Chippflicht für Katzen zu fordern. So könnten entlaufene oder ausgesetzte Katzen ihren Haltern zugeordnet werden – alles andere würde einem Glücksspiel gleichen.

90 Prozent der Katzen nicht gechippt
Rund 90 Prozent der Halter von Fundkatzen sind laut Pfotenhilfe nicht eruierbar. Was bei Hunden schon 2005 mit dem Bundestierschutzgesetz eingeführt wurde, muss endlich bei Katzen nachgeholt werden, um unkontrollierte Vermehrung durch Ignorieren der Kastrationspflicht und nicht aufklärbare Straftaten, wie Aussetzen oder Zurücklassen in den Griff zu bekommen.

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