Nach WC-Vandalismus greift der Bürgermeister zu drastischen Mitteln. Die komplette Schließung der Toiletten am Marktplatz in St. Florian (OÖ) wird angedacht. „Mir platzt echt der Kragen“, ist Bernd Schützender stinksauer.
In St. Florian herrscht seit Kurzem eine ganz neue Form von „Touristenlenkung“: Nachdem das öffentliche WC der Stiftsgemeinde mutwillig verschmutzt und erfolgreich verstopft wurde, stehen Besucher nun vor einer völlig neuen Herausforderung. Statt barocker Pracht und himmlischer Orgelklänge müssen sie jetzt vor allem eines finden – ein alternatives Örtchen ihrer Wahl.
Das bringt Ortschef Bernd Schützeneder richtiggehend auf die Palme. „Das kommt mittlerweile monatlich vor. Wir haben keine Ahnung, wer das macht. Es gibt andere Kulturen, die setzen sich nicht auf die Klobrille, sondern stellen sich darauf. Das WC wird offenbar mutwillig mit Fäkalien verunreinigt. Klopapierrollen werden reingeschmissen, sodass alles verstopft ist. Es ist unbenutzbar.“
„Mir platzt echt der Kragen“
„Die Putzfrau, die die öffentliche Toilette reinigt, ist eine anständige Frau aus Niederneukirchen. Und die kommt zu mir und sagt: ,Wieso muss ich das machen? Nein, das geht sich nicht mehr aus.’ Mir platzt echt der Kragen. Das ist unerträglich, diese Zustände sind eine Zumutung für unser Reinigungspersonal“, tobt Schützeneder.
Schließung der kompletten WC-Anlage wird angedacht
Der Bürgermeister überlegt nun, entweder eine Servicegebühr oder andere Zugangsbeschränkungen einzuführen. Im schlimmsten Fall wird gar nicht mehr geöffnet. Aktuell sind die Toiletten im Zentrum der 6500-Einwohner-Gemeinde zu. Schützeneder: „Es kommen viele Touristen, der Marktplatz ist begehrt. Ich war bisher immer gegen die Schließung, aber derzeit können wir nicht aufsperren, weil alles so verdreckt ist.“
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