Nach einem Lawinenabgang abseits der gesicherten Pisten in Bad Gastein (Salzburg) ist am Dienstag ein 13-jähriger Bub ums Leben gekommen. Das Kind konnte laut der Einsatzkräfte zwar rasch entdeckt werden, erlag aber nach rund 45 Minuten Reanimation seinen schweren Verletzungen.
Ein 13-jähriges Kind aus Tschechien ist laut Andi Kandler, Einsatzleiter der Bergrettung Bad Gastein, in einen Bereich abseits der Piste gefahren. Der Bub sei mit einem anderen Buben unterwegs gewesen und habe sich im Bereich stählerner Lawinenverbauungen circa 200 Höhenmeter oberhalb der Mittelstation der Goldbergbahn in Sportgastein bewegt. Dort hat der Bub selbst eine Lawine ausgelöst.
Bereich gut einsehbar
Der Bereich ist unter anderem von der Gondelbahn, die darüber führt, gut einsehbar. „Augenzeugen haben die Bergrettung alarmiert, als sie den Vorfall beobachtet haben“, so Kandler zur „Krone“.
Von den Schneemassen wurde das Kind gegen die Lawinenverbauungen gedrückt und dabei durch den Schneedruck stark verletzt. Die Bergretter konnten den Buben zwar sofort lokalisieren, allerdings starb das Kind.
45 Minuten lang reanimiert
Das Kind war zuvor rund 45 Minuten lang von einem per Hubschrauber eingeflogenen Notarzt reanimiert worden. Zwölf Personen der Bergrettung sowie drei Hundeführer waren im Einsatz.
Der Bub war in Bad Gastein mit einer Gruppe aus vier Erwachsenen und zwei Kindern, sie alle stammen aus Tschechien. Die Verwandtschaftsverhältnisse sind derzeit nicht bekannt.
Schon am Vormittag hatte es in Bad Gastein einen Lawinenalarm gegeben, allerdings stellte sich dieser als Fehlalarm heraus.
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