Lawinenlage kritisch

Warnstufe 4! „Weißer Tod“ lauert weiter auf Bergen

Tirol
12.01.2026 10:42

Ein Todesopfer, mehrere Verletzte: Das ist die traurige Lawinenbilanz von Sonntag in Tirol! Die Situation im Bundesland bleibt für Tourengeher und Variantenfahrer weiter sehr kritisch. Auch am Montag gilt stellenweise Warnstufe 4 – also große Gefahr. „Lawinen können sehr leicht ausgelöst und vereinzelt groß werden“, warnen Experten.

Es wurde bereits vor dem vergangenen Wochenende vor der teils großen Lawinengefahr gewarnt – zu Recht, wie sich am Sonntag herausstellte. Ab dem späten Vormittag gingen im Bundesland reihenweise Lawinen ab – zwischen St. Anton am Arlberg im Westen und Jochberg im Bezirk Kitzbühel im Osten gab es Alarmmeldungen und Sucheinsätze.

Tourengeherin starb nach Lawinenabgang
Für eine 58-jährige Einheimische endete eine Skitour tödlich. Nordöstlich des Wetterkreuzes in Weerberg (Bezirk Schwaz) wurde die Frau von einer Lawine verschüttet – sie wurde geborgen und in kritischem Zustand in die Innsbrucker Klinik geflogen, wo sie schlussendlich verstarb.

Die Lawinensituation am Montag in Tirol.
Die Lawinensituation am Montag in Tirol.(Bild: Lawinenwarndienst Tirol)

Verbreitet wieder kritische Situation
Der „Weiße Tod“ lauert am auch zu Wochenbeginn auf den Tiroler Bergen. Besonders gefährlich ist die Lage weiterhin im Oberland. Für die Regionen Silvretta, Verwall, Lechtaler Alpen und Allgäuer Alpen gab der Lawinenwarndienst des Landes am Montag wieder die zweithöchste Gefahrenstufe (Stufe 4 – große Lawinengefahr) aus.

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Solche Gefahrenstellen sind überschneit und damit auch für Geübte kaum zu erkennen.

Experten vom Lawinenwarndienst Tirol

Der Neuschnee und die teils mächtigen Triebschneeansammlungen seien sehr störanfällig. „Lawinen können an vielen Stellen sehr leicht ausgelöst werden. Die Gefahrenstellen liegen an allen Expositionen oberhalb der Waldgrenze. Solche Gefahrenstellen sind überschneit und damit auch für Geübte kaum zu erkennen“, warnen die Experten.

„Auch spontane Lawinen möglich“
Teilweise könnten Lawinen in tiefe Schichten durchreißen und groß werden. Erhöhte Vorsicht gelte vor allem an Felswandfüßen und hinter Geländekanten sowie an Triebschneehängen. Fernauslösungen sind möglich. Mit dem teils starken Wind seien auch spontane Lawinen möglich.

In den anderen westlichen Regionen Nordtirols sowie den Zillertaler Alpen und den Hohen Tauern gilt am Montag Lawinengefahrenstufe 3 (erhebliche Gefahr). Auch in den kommenden Tagen bleibt die Lawinengefahr bestehen – erhöhte Vorsicht ist also weiterhin geboten!

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