Einsatz über Innsbruck

Waldbrand am Berg wegen Pyrotechnik: Keine Anklage

Tirol
03.03.2026 14:30

Nach dem Brand auf der Nordkette hoch über Innsbruck zwischen Weihnachten und Silvester, den ein Bub (12) mittels Pyrotechnik ausgelöst haben soll, hat die Staatsanwaltschaft nun die Ermittlungen eingestellt. Anklage wird demnach nicht erhoben – auch nicht gegen den Vater.

„Die Ermittlungen in diesem Fall wurden eingestellt“, erklärte Hansjörg Mayr, Sprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft, am Dienstagnachmittag auf „Krone“-Nachfrage. Der zwölfjährige Bub, der den Brand damals mit Feuerwerkskörpern ausgelöst haben soll, sei nicht strafmündig. 

Keine Anklage wegen fahrlässiger Brandstiftung
Und dem Vater könne kein Vorwurf gemacht werden, dass er die Aufsichtspflicht verletzt habe, so Mayr. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung ermittelt.

Tagelang bekämpften die Einsatzkräfte den Brand – auch aus der Luft.
Tagelang bekämpften die Einsatzkräfte den Brand – auch aus der Luft.(Bild: Christof Birbaumer)

Am frühen Nachmittag des 27. Dezember war auf der Nordkette über Innsbruck plötzlich der Waldbrand ausgebrochen. Dichte Rauchschwaden und Rauchsäulen waren weithin sichtbar. Alles in allem waren rund acht Hektar Wald betroffen. Tagelang kämpften Einsatzkräfte im Gelände und von der Luft aus gegen die Flammen bzw. den Brand an.

Noch am selben Tag, als der Brand ausbrach, wurde am Abend bekannt, dass Zeugen im Nahbereich des Brandortes mehrere Personen beim Hantieren mit pyrotechnischen Gegenständen beobachtet hatten. Ein Zusammenhang mit dem Brand war aber zunächst unklar. Tags darauf herrschte dann Klarheit.

Bub kam mit Vater zur Polizei
„Am 28.12.2025 vormittags kam ein zwölfjähriger österreichischer Staatsbürger gemeinsam mit seinem Vater zur Polizeiinspektion Innsbruck-Hötting und teilte den Beamten mit, dass er für den Brandausbruch verantwortlich sei“, berichtete die Exekutive damals via Aussendung. 

Der Bub war mit seiner Familie auf der Nordkette wandern gewesen und hatte dabei pyrotechnische Gegenstände gezündet. Man habe vergeblich versucht, den anfänglich entstandenen Wiesenbrand zu löschen, daraufhin setzte der Vater den Feuerwehrnotruf ab.

Familie hat sich entschuldigt
Aus dem Innsbrucker Rathaus hieß es damals: „Bürgermeister Johannes Anzengruber war bereits in Kontakt mit der Familie, die sich entschuldigt hat.“ Das betroffene Waldareal gehört der Stadt bzw. ihren Beteiligungen.

Bis zu 150 Einsatzkräfte und mehrere Hubschrauber waren schließlich tagelang mit den Löscharbeiten beschäftigt. Immer wieder wurden Glutnester entdeckt, ein endgültiges „Brand aus“ konnte erst drei Tage nach Ausbruch des Brandes gegeben werden.

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