Pensions-Schock

Diesen Fehler machen Österreicher bei der Vorsorge

Wirtschaft
14.01.2026 06:00

Das Vertrauen in die erste Säule der Pension bröckelt. Immer mehr Menschen hierzulande zweifeln an der staatlichen Vorsorge und sorgen sich um ihre finanzielle Zukunft. Gleichzeitig rückt die private Vorsorge oft erst spät in den Fokus. Warum das problematisch ist, zeigt eine nähere Betrachtung.

Während die Österreicher im Jahr 2019 noch zuversichtlich auf die wirtschaftliche Zukunft geblickt haben, sind die Sorgenfalten auch im Vergleich zum letzten Jahr tiefer geworden. Besonders im Hinblick auf den Lebensabend. Bei leeren Staatskassen schwindet das Vertrauen der Österreicher in die erste Säule der Pension, die staatliche Vorsorge, zunehmend. 

Krisen und die Wirtschaftsflaute schüren bei 61 Prozent der Österreicher die Sorge vor einer ...
Krisen und die Wirtschaftsflaute schüren bei 61 Prozent der Österreicher die Sorge vor einer Verschlechterung der Lebens- und Wirtschaftslage.(Bild: Krone KREATIV/stock.adobe.com)

Knapp die Hälfte der Befragten der Vorsorgestudie 2026 von Erste Bank und Wiener Städtische glauben nicht mehr, dass die staatliche Pension sicher ist. Dennoch gewinnt erst mit dem Alter die private Vorsorge an Bedeutung. Das sieht Erste-Bank-Chefin Gerda Holzinger-Burgstaller als Problem, da in der privaten Vorsorge speziell der Zinseszinseffekt bei einem Sparbeginn in jungen Jahren zu einer guten Absicherung in der Pension führen kann.

Unwissen beim Pensionskonto
Besonders für Frauen ist die Vorsorge entscheidend, da sie deutlich häufiger von Altersarmut betroffen sind. Das spiegelt auch die Einschätzung der Befragten wider: 39 Prozent halten das Risiko, später in Altersarmut zu geraten, für hoch. Spannend dabei ist, dass fast die Hälfte der Österreicher ihr aktuelles Pensionskonto-Guthaben nicht kennt und dadurch wenig Kontrolle über die künftige Altersvorsorge besitzt.

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Wir brauchen eine stabile erst Säule und die Vorteile des Kapitalmarkts in der betrieblichen Pension und privaten Vorsorge mit entsprechenden Rahmenbedingungen.

Gerda Holzinger-Burgstaller, Vorstandsvorsitzende der Erste Bank

Sparbuch bleibt Favorit
Die beliebtesten Anlageformen für die private Vorsorge sind immer noch das klassische Sparbuch (51 Prozent) und die Lebensversicherung (38 Prozent). Rund ein Viertel der Befragten setzt jeweils auf Wertpapiere, Fondssparpläne oder Bausparen. Holzinger-Burgstaller erklärt dazu, dass vor allem kapitalmarktnahe Produkte (wie Wertpapiere) häufiger von Männern verwendet werden und klassische Sparprodukte, wie beispielsweise Bausparen bei Frauen hoch im Kurs sind.

Sonja Brandtmayer, Generaldirektor-Stellvertreterin der Wiener Städtische spricht sich deshalb für eine Förderung des Bewusstseins für den Kapitalmarkt aus und ergänzt: „Wir sehen in vielen anderen Ländern, dass es möglich ist, sehr einfach die positiven Effekte des Kapitalmarkts für die Menschen nutzbar zu machen. Und das tun wir in Österreich viel zu wenig.“

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