Experten-Kommission

Bald erste Ergebnisse im Fall Rohrbach erwartet

Oberösterreich
12.01.2026 14:55

Nach dem Tod einer 55-jährigen Patientin im Krankenhaus Rohrbach (OÖ)  im vergangenen Oktober ermittelt eine Expertenkommission. Vor allem die Kommunikation zwischen den einzelnen Spitälern im Bundesland steht auf dem Prüfstand. Nun soll es bald erste Ergebnisse geben.

War es ein Systemversagen? Diese Frage steht seit dem Oktober des Vorjahres, als eine 55-jährige Mühlviertlerin im Klinikum Rohrbach an den Folgen eines Aortenrisses gestorben ist, zur Diskussion. Damals scheiterten alle Bemühungen, die Frau in eine spezialisierte Klinik zu transportieren.

Diskussion und ein Rücktritt
Die Folge war eine heftige politische Debatte, darüber, wie krank das Gesundheitssystem ist – als unmittelbare Konsequenz folgte der Abgang von Franz Harnoncourt als Vorsitzender der Geschäftsführung der Gesundheitsholding. Zudem wurde eine Expertenkommission einberufen, die herausfinden soll, wie es zu dem tragischen Geschehnis kommen konnte.

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Es wurden jetzt einmal Fakten gesammelt – die gilt es einzuordnen. Ich hoffe, dass wir in etwa 14 Tagen etwas Licht in die ganze Angelegenheit bringen können.

Friedrich Pammer, Leiter der Expertenkommission

Kommission sichtet Unterlagen
Schon im November hatten die Experten unter der Leitung des ehemaligen Rechnungshofpräsidenten Friedrich Pammer ihre Arbeit aufgenommen. „Es wurden jetzt einmal alle Unterlagen, die uns zur Verfügung gestellt wurden, gesichtet“, erklärt Pammer im Gespräch mit der „Krone“. Vor allem die interne Kommunikation zwischen den Krankenhäusern (auch mit denen im benachbarten Ausland) und die Tatsache, dass es in Oberösterreich zu dem Zeitpunkt keine Rettungshubschrauber-Einsätze in der Nacht gab, stehen im Mittelpunkt der Prüfung.

„Wir haben uns in der Vorwoche wieder getroffen und gemeinsam die bisherigen Erkenntnisse besprochen“, so Pammer. Allerdings werde es noch dauern, bis man mehr sagen könne. „Es wurden jetzt einmal Fakten gesammelt – die gilt es jetzt einzuordnen. Ich hoffe, dass wir in etwa 14 Tagen etwas Licht in die ganze Angelegenheit bringen können“, erklärt Pammer weiters. Dann wird die Kommission aus sechs Experten aus dem Gesundheitsbereich an die zuständige LH-Stellvertreterin und Gesundheitsreferentin Christine Haberlander (ÖVP) Bericht erstatten.

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